12.06.2019 - 11:36 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Sportliche Heimat der Kegler in Gefahr

Ein Stühlelager oder ein Fluchtweg - Die Zukunft der Kegelbahngaststätte und der Kegelbahn ist offener denn je. Beim Runden Tisch der CSU wegen der Sanierung der Mehrzweckhalle steht eine Umnutzung im Raum.

Der Fortbestand der schon seit einigen Jahren nicht mehr bewirtschafteten Kegelbahngaststätte und der nur von den aktiven Keglern der SpVgg Schirmitz genutzten vollautomatischen Kegelbahnen wird derzeit bei der Gemeinde und in den Vereinen heiß diskutiert.
von Norbert DuhrProfil

Einhellig kamen die Teilnehmer zu dem Entschluss, dass eine Umnutzung der Kegelbahngaststätte samt Kegelbahn zusätzlichen Raumbedarf für ein Stühlelager oder einen Fluchtweg bringen und neue Möglichkeiten bei der Sanierung eröffnen würde. Man wolle jedoch nicht so einfach einer Abteilung der SpVgg Schirmitz die sportliche Heimat nehmen, lautete der allgemeine Tenor.

Wolfgang Gorny und Josef Ziegler unterstrichen, dass eine Sanierung für die nächsten 30 bis 40 Jahre ausgelegt sein müsse. Vor diesem Hintergrund sei die Zukunft der Kegelbahngaststätte genauestens zu bedenken. Thomas Lindner stellte für die SpVgg-Kegler klar, dass die Kegelbahnen in einem einwandfreien Zustand seien und auch die Technik erst vor ein paar Jahren erneuert wurde.

Die CSU hatte alle Vereine und Gruppen, die regelmäßig die Mehrzweckhalle nutzen, zu einem Runden Tisch in den Gasthof Bauer eingeladen, um Anregungen oder Bedenken zur Neugestaltung der Halle vorzubringen. Bürgermeister Ernst Lenk hatte die Gemeinderatsfraktionen aufgefordert, Überlegungen anzustellen und einzureichen. CSU-Ortsvorsitzender Markus Dobmeier freute sich, dass sich viele Hauptnutzer der Mehrzweckhalle zum Meinungsaustausch gekommen waren.

Nach einem kurzen Bericht des Bürgermeisters zum Ergebnis der Zustandsbewertung der Halle konnten alle Anwesenden Ideen und Anliegen zur Sanierung vorbringen. "Uns von der CSU ist es wichtig, nicht aus dem Gemeinderat heraus über die Sanierung zu entscheiden, ohne vorher mit denen zu sprechen, die die Halle regelmäßig nutzen und vielleicht die Probleme kennen, denen wir uns nicht bewusst sind", stellte Lenk heraus. Man wolle genau hinhören, bevor es am Ende heißt: "Hättet ihr uns halt mal gefragt."

Die Vorschläge der anwesenden Gruppen wurden stichpunktartig festgehalten. Schulleiterin Renate Weiß äußerte den Wunsch, die Hallenbestuhlung aus dem Raum der Schulsportgeräte zu verlagern. Die Platzverhältnisse seien sehr beengt. Auch im Außenbereich sei es wünschenswert, die Spielgeräte räumlich von den Arbeitsgeräten des Hausmeisters zu trennen. "Ebenso wäre es zu überlegen, eine Kletterwand an der Außenseite der Mehrzweckhalle anzubringen", so Weiß.

Reinhard Herrmann regte für die SpVgg an, zusätzliche Toiletten für größere Veranstaltungen zu installieren. Auch die Stromversorgung an der Bühne sei verbesserungswürdig. Zusätzliche Fluchttüren in Richtung Naab und Schulgebäude seien angebracht. Seitens der Feuerwehr schlug Kommandant Bernhard Eckert vor, die Küche als Zubereitungsraum zur Bewirtschaftung der Halle geräumiger zu gestalten. Er forderte ebenso einen weiteren Fluchtweg neben der Bühne in Richtung Naab.

Josef Ziegler merkte für die Kolpingsfamilie an, dass die Schubladenlösung unter der Bühne für die Tische ideal sei. Dies sollte unbedingt beibehalten werden.

Zusammenfassend meinte Dobmeier, dass nicht alles Wünschenswerte bei der Sanierung umgesetzt werden könne, wenn der Nutzen und die Kosten nicht in einem vernünftigen Verhältnis stünden. Über die vorgetragenen Ideen und Anregungen werde sich die CSU-Fraktion auf jeden Fall im Einzelnen Gedanken machen und in ihren Vorschlag einarbeiten, der dann im Gemeinderat vorgestellt wird.

Ein großer Freudentag für die Gemeinde und die SpVgg-Kegler war der 7. Juli 1979, als die moderne und vollautomatische Bundeskegelbahn in der Mehrzweckhalle eröffnet wurde. Der damalige Bezirkssportwart Oskar Krahl (Dritter von rechts) überreichte an Bürgermeister Alfons Bock die offizielle Urkunde des DKB über die Abnahme der neuen Kegelbahn. Heute, nach genau 40 Jahren, scheint die sportliche Heimat der Kegler wegen der Sanierung der Halle in Gefahr.
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