Schirmitz
07.11.2022 - 10:43 Uhr

Volkstrauertag: Schirmitzer Bürgermeister mahnt ein Innehalten an

„Die Toten schweigen nicht. Sie sprechen leise zu uns“, so überschrieb Bürgermeister Ernst Lenk seine Ansprache bei der Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Sonntagvormittag vor dem Schirmitzer Kriegerdenkmal.

Das zu Ende gehende Jahr sei nicht im Einklang mit den Vorstellungen zu Beginn des Jahres verlaufen. Der 24. Februar als Tag des Kriegsbeginns in der Ukraine werde sich in die Geschichte Europas einschreiben, sagte der Bürgermeister. In vielen Verträgen in zurückliegender Zeit hätten sich die überwiegenden europäischen Staaten, die USA, Kanada und die damalige Sowjetunion verpflichtet, nur noch friedlich zu kooperieren. Russland und Ukraine hätten sich im Jahr 1997 in einem Freundschaftsvertrag gegenseitig die vorbehaltlose Anerkennung der Unverletzbarkeit der Grenzen versprochen. Jetzt, nach Rückkehr des Krieges nach Europa, sei der Volkstrauertag wichtiger denn je, betonte der Schirmitzer Bürgermeister. Der Krieg in der Ukraine werde als „Wendepunkt der Nachkriegsordnung von 1945“ in die Geschichte eingehen. Der Volkstrauertag müsse einerseits ein Tag des Innehaltens sein, der Erinnerung und des Gedenkens, andererseits sollte dieser Tag auch Anlass zur Dankbarkeit geben, dass in Deutschland 77 Jahre lang ein Leben ohne Krieg in einer freiheitlich verfassten Demokratie möglich war. Im Anschluss an die Ansprache legte Bürgermeister Ernst Lenk gemeinsam mit Oberstleutnant Thomas Lewerenz, Vorsitzender der Soldaten -und Reservistenkameradschaft Schirmitz, einen Kranz nieder.

Die Pirker Blechmusi umrahmte die Kranzniederlegung und gemeinsam mit dem Männergesangsverein "Frohsinn" den vorausgegangenen Gottesdienst.

 
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