16.09.2021 - 13:38 Uhr
SchlammersdorfOberpfalz

Bundespreisträgerin Wiebke Thaller beeindruckt zum Deutschen Orgeltag an der Pegnitzer Walcker-Orgel

Die Orgel wird gerne als „Königin der Instrumente“ bezeichnet: Denn sie ist ein komplexes Wunderwerk aus Pfeifen und Tasten, das so leise wie ein Windhauch, aber auch lauter als ein ganzes Orchester klingen kann.

Zum "Tag der Orgel" glänzt Bundespreisträgerin Wiebke Thaller bei einem Konzert in der St.-Bartholomäus-Kirche in Pegnitz.
von Robert DotzauerProfil

2021 ist die Orgel „Instrument des Jahres“. Zu diesem Jubeljahr gesellte sich Mitte September als Höhepunkt ein „Tag der Orgel“. Trotz aller Corona-Unwägbarkeiten lohnte es sich am Sonntag, in der St. Bartholomäus-Kirche in Pegnitz die Vielfalt des Orgelklanges zu genießen. Die Welt der Orgel mit ihren fünf Grundelementen der Musik neu zu entdecken, dazu lud die Kirchengemeinde St. Bartholomäus ein.

Nach einführenden Worten von Kantor Jörg Fuhr beeindruckte mit Wiebke Thaller an der Hauptorgel der St.-Bartholomäus-Kirche ein junger Stern am Orgelhimmel. Die Besucher lauschten dem Spiel des 13-jährigen Ausnahmetalents aus Ernstfeld bei Schlammersdorf an der Walcker-Orgel und genossen Augenblicke der Harmonie und Reinheit – ein sinnanregendes Konzert der Bundespreisträgerin 2021 beim Wettbewerb „Jugend musiziert“.

Der musikalische Spannungsbogen begann mit Johann Sebastian Bach. Freudig, festlich und kraftvoll meisterte die junge Organistin die Akkordstellen des Präludiums in C BWV 547. Auch Bachs Toccata und Fuge in d BWV 565, einem frühen Meisterwerk des Komponisten, entlud sich mit viel Feuer und bewegenden Ansätzen. Zum Gipfeltreffen der Orgelkompositionen gehörten zudem César Francks Prélude aus "Prélude, Fugue et Variation" und die leuchtende Klanglichkeit von Marcel Duprès "Sortie" aus "Entree, Canzona und Sortie". Auch der Name von Josef Rheinberger taucht bei Orgelkonzerten regelmäßig auf. Wiebke Thaller wählte für ihr bewegendes Tongemälde das „Trio in g aus Zehn Trios“.

Akustik und Harmonie, Kunst und Glauben schienen sich an diesem Festtag zu vereinen: ein Szenario, das die Besucher mit viel Beifall honorierten und die junge Künstlerin zu einer Zugabe mit dem Marsch in C-Dur von Thomas Adams bewegte.

Für Wiebke Thaller setzen sich die Preisträger-Konzerte fort. Auf Einladung des Bayerischen Musikrats gibt sie am 25. September in der Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg zusammen mit weiteren Bundespreisträgern mit ausgewählten Sätzen berühmter Komponisten Einblicke in ihr hohes Leistungsniveau.

 

 

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