Schlammersdorf
06.01.2025 - 08:29 Uhr
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Hohe Betriebskosten lassen Abwassergebühren steigen

Mit Gebührenanpassungen, mit "Makerspace" und einer Schlammersdorf-App geht die Gemeinde in das neue Jahr.

Der Aufwand für die sogenannte Daseinsvorsorge wird immer teurer. Dazu gehört auch die Schmutzwasserentsorgung. In Schlammersdorf steigt die Abwassergebühr auf 4 Euro je Kubikmeter. Bild: do
Der Aufwand für die sogenannte Daseinsvorsorge wird immer teurer. Dazu gehört auch die Schmutzwasserentsorgung. In Schlammersdorf steigt die Abwassergebühr auf 4 Euro je Kubikmeter.

Auch Satzungsänderungen zum 1. Januar 2025 bei der Beitrags- und Gebührensatzung für die Entwässerungseinrichtungen der Gemeinde und beim Aufwendungs- und Kostenersatz für die Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr bestimmten die Tagesordnung des öffentlichen Teils der Jahresabschlusssitzung. Nach den Erläuterungen von VG-Kämmerer Michael Eisner zur Neukalkulation der Abwasserkosten beschloss das Gremium die Erhöhung der Abwassergebühr von bisher 3,24 Euro auf 4,00 Euro. Hauptkostentreiber sind nach Darstellung des Kämmerers die von der Gemeinde zu leistenden Beiträge für Fremdleistungen und die Energiekosten. Die neue Abwassergebühr ist für den Zeitraum von zwei Jahren kalkuliert.

Kostenanpassung bei Feuerwehr-Einsätzen

In der Ratssitzung vertreten war auch Matthias Kroher. Der Hauptamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Kirchenthumbach beleuchtete die Neukalkulation der Aufwendungs- und Kostensätze bei Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr unter Berücksichtigung der Vorgaben durch das neue Bayerische Feuerwehrgesetz und der aktuellen Rechtsprechung. Die notwendigen Anpassungen beim Aufwendungs- und Kostenersatz, zum Beispiel bei technischen Hilfeleistungen, bei Sicherheitswachen und bei der Verkehrslenkung, billigte das Gremium einstimmig. Brandeinsätze und Menschenrettung bleiben kostenfrei, betonte Sitzungsleiter Johannes Schmid.

Formellen Charakter hatte die Bekanntgabe des Rechnungsergebnisses in Höhe von rund 3 Millionen Euro bei einer Rücklagenentnahme von 643.000 Euro für das Haushaltsjahr 2023. Zur Prüfung verwies der Gemeinderat das Zahlenwerk an den Rechnungsprüfungsausschuss. Mit Befreiungen vom Bebauungsplan musste sich das Gremium bei einem Antrag zum Bau eines Einfamilienwohnhauses im Schlammersdorfer Baugebiet am Dörnig befassen. Das gemeinde Einvernehmen erfolgte einstimmig.

Kommune nutzt "Makerspace"

Digitale Kompetenzen werden immer wichtiger. Zweite Bürgermeisterin Tanja Renner informierte in der Sitzung über die Anschaffung eines sogenannten Makerspace. Ein Konzept mit einem offenen Lernraum und einer technischen Grundausstattung, das einen einfachen Zugang bietet, im Bereich Digitales Neues zu lernen und gleichzeitig Chancen eröffnet, digitale Prozesse besser zu begreifen, wie Tanja Renner erläuterte. Die technische Ausstattung reicht vom mobilen 86“ Toch Display und einem iPad-Koffer und Tablets bis zum Fotodrucker, einem Leinwand- und Beleuchtungsset und einem mobilen Soundsystem. Zügig soll das Equipment um einem 3D-Drucker und einen Schneideplotter ergänzt werden.

Schlammersdorfer WhatsApp-Kanal

Im Informationsteil empfahl der Bürgermeister die Nutzung des neuen WhatsApp-Kanals „Gemeinde Schlammersdorf“. Ein offizielles Medium über Neuigkeiten, Veranstaltungen und wichtige Mitteilungen der Gemeinde. Johannes Schmid berichtete über eine gute Akzeptanz schon in der Aufbauphase und aktuell 230 Abonnenten. Gemeinderat Gerd Wiesnet verwies zudem auf den privaten Kanal „Schlammersdorf i.d.Opf“. Mit Dankesworten des Bürgermeisters an Rat, Verwaltung und Bürgerschaft und anerkennenden Worten für das gute Miteinander in der Kommune schloss Johannes Schmid den öffentlichen Teil der letzten Sitzung des Jahres 2024.

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