17.07.2019 - 14:26 Uhr
SchlammersdorfOberpfalz

In einem Jahr soll's losgehen

Als "ersten Schritt" bezeichnet Bürgermeister Gerhard Löckler die Auftragsvergabe: In seiner Juli-Sitzung beschäftigt sich der Gemeinderat mit der Erstellung eines Kernwegekonzepts für die Vierstädtedreieck-Allianz.

3,5 Meter breite Fahrbahn mit befestigten, jeweils 50 Zentimeter breiten Banketten auf beiden Seiten von Entwässerungsgraben: Bei den Qualitätsanforderungen für ein ländliches Kernwegekonzept wird den hochleistungsfähigen Maschinen von Landwirten Rechnung getragen. Zugleich geht es darum, gemeindeübergreifende Verbindungen zu schaffen.
von Redaktion ONETZProfil

Rückblickend erinnerte der Bürgermeister daran, dass der Gemeinderat dem Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft (AG) für die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) im Kooperationsraum Vierstädtedreieck sowie einer damit einhergehenden Zweckvereinbarung zugestimmt habe. Ferner informierte das Gemeindeoberhaupt, dass die AG als kommunale Allianz das Büro Planwerk in Nürnberg zusammen mit dem Team 4 aus Nürnberg/Würzburg (Landschafts- und Ortsplanung) mit der Erarbeitung eines Kernwegenetzes beauftragt habe. Das gemeinsame Projektteam habe zwischenzeitlich die Rahmenbedingungen für das ländliche Kernwegenetz, die Qualitätsanforderungen und den Zeitplan vorgelegt. Letzterer sieht vor, dass in etwa einem Jahr mit dem Ausbau begonnen wird.

Nach den Worten Löcklers belaufen sich die veranschlagten Kosten auf etwa 36 000 Euro. Unter Berücksichtigung einer Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz von 70 Prozent, was 25 200 Euro entspricht, beträgt der finanzielle Anteil der aus zehn Kommunen bestehenden Allianz noch knapp 11 000 Euro. Diesen haben die beteiligten Städte und Gemeinden auf der Grundlage ihrer Einwohnerzahl aufzubringen.

Gleiches gelte im Zusammenhang mit der Einstellung eines Regionalmanagers für die AG der ILE im Kooperationsraum, erläuterte der Bürgermeister. Die Auswahl des „Kümmerers“ sei bereits erfolgt, wobei eine Bewerberin, befristet auf vier Jahre, den Vorzug erhalten habe, teilte er mit. Die ermittelten Personal- und Sachkosten belaufen sich auf rund 95 000 Euro. Die Sachkosten sind der Stadt Grafenwöhr zu erstatten, die für den ILE-Manager ein geeignetes Büro mit zeitgemäßer Ausstattung zur Verfügung stellt.

Auch hier wird ein Zuschuss durch das ALE von 70 Prozent erwartet, was einem Förderbetrag von etwa knapp 66 500 Euro entspricht. Daraus errechnet sich ein Finanzbedarf von knapp 29 000 Euro, der ebenfalls analog ihrer Einwohner auf die Kommunen des Kooperationsraumes Vierstädtedreieck umgelegt wird. Ohne Einwände befürwortete der Gemeinderat jeweils die Kostenübernahme.

Einhergehend mit der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge hat der Freistaat Bayern einen Härtefallfonds eingerichtet, in dem insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Wie Bürgermeister Gerhard Löckler dazu informierte, erhalten einen Härteausgleich auf Antrag sowohl natürliche als auch juristische Personen, die Adressat eines Bescheides auf einen Beitrag für Straßenausbaumaßnahmen sind. Zu den Voraussetzungen für die Gewährung gehört, dass der Bescheid zwischen Januar 2014 und 31. Dezember 2017 erlassen wurde. Bei einem entsprechenden Antrag der Gemeinde Schlammersdorf müsste nach den Worten Löcklers die Kommune den Ausfall von Beiträgen nachweisen.

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