07.10.2019 - 13:50 Uhr
SchlammersdorfOberpfalz

Sechs Projekte im Blick

Die Gemeinde Schlammersdorf ist spät dran. Erst in ihrer Oktober-Sitzung verabschieden die Räte den Haushalt 2019. Bürgermeister Gerhard Löckler verweist auf „schwierige Rahmenbedingungen" als Ursachen.

von Redaktion ONETZProfil

Das Haushaltsvolumen vermindert sich gegenüber dem Vorjahr um knapp 450 000 Euro auf 2,2 Millionen Euro. Es ist keine Kreditaufnahme erforderlich, so dass sich die Verschuldung der Kommune auf 48.750 Euro verringert. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von knapp 71 Euro (2018: knapp 91 Euro).

Bei der Beratung und Verabschiedung des Etats brachte das Gemeindeoberhaupt zum Ausdruck, dass das Zahlenwerk im wesentlichen auf sechs Punkte ausgerichtet sei: "Anschieben" wichtiger Bauland-Erschließung, Ausbaumaßnahmen in Bezug auf die Erweiterung der Straßenbeleuchtung, deren Umstellung auf LED als Beitrag zum Klimaschutz, Verbesserung der Ausrüstung der Feuerwehr und Sicherung der Restfinanzierung der neuen Creußenbrücke in Naslitz. Außerdem gelte es, den Kinderspielplatz mit seinen bereitgefächerten Spielmöglichkeiten bald seiner Bestimmung übergeben zu können, erklärte Löckler.

In seinen detaillierten Erläuterungen bezeichnete Michael Eisner, der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kirchenthumbach, den Etat als „sehr solide“. Er hob hervor, dass trotz weniger Einnahmen und ohne Kreditaufnahme eine kontinuierliche Investitionstätigkeit gewährleistet werden könne. Der Verwaltungsetat bleibt mit 1,535 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Während bei Grundsteuern A und B, Gewerbesteuer, Gebühren und Abgaben sowie Zuweisungen und Zuschüsse sich die Einnahmen um knapp 113 000 Euro vermindern, wächst der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer um 30 850 Euro auf 506 300 Euro an. Die Schlüsselzuweisungen steigen um 20 700 Euro auf 365 750 Euro.

Bei den Ausgaben schlagen insbesondere die Umlagen an Zweckverbände mit 379 850 Euro zu Buche, außerdem - trotz einer Senkung des Umlagesatzes auf 40 Prozent - die Kreisumlage mit 332 200 Euro sowie die Personalkosten mit 153 900 Euro. Mit 108 900 Euro ist die Zuführung zum Vermögenshaushalt veranschlagt.

Zu den größten Posten bei den Ausgaben im investiven Vermögenshaushalt - insgesamt 669 400 Euro (2018: rund 1,1 Millionen Euro) - gehören Grunderwerb und Herstellungsbeiträge im Baugebiet „Schlammersdorf Süd III/IV“ mit 330 000 Euro. Des weiteren sind rund 154 000 Euro für Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen eingeplant. Dazu zählen die Außenplatzgestaltung am Bürgerhaus, eine neue Heizung im Bauhof sowie die Erweiterung der Straßenbeleuchtung in Menzlas und Naslitz und die Umstellung auf LED Zug um Zug im gesamten Gemeindebereich.

Die 42 500 Euro für Tiefbaumaßnahmen sind hauptsächlich zur Abfinanzierung der neuen Creußenbrücke sowie für weitere kleine Projekte gedacht. Die Ausgaben werden durch Zuwendungen des Freistaates und des Bundes - hier sind 489 050 Euro veranschlagt - sowie eine bereinigte Zuführung vom Verwaltungshaushalt von 95 900 Euro finanziert.

Durch eine ordentliche Tilgung von wiederum 13 000 Euro und die nicht erforderliche Kreditaufnahme beläuft sich der Schuldenstand der Gemeinde zum Jahresende auf 48 750 Euro. Damit vermindert sich die Pro-Kopf-Verschuldung um etwa 20 Euro auf knapp 71 Euro.

Mit einer Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 94 900 Euro kann im laufenden Haushaltsjahr die Mindestzuführung wieder erbracht werden. Die Allgemeine Rücklage erhöht sich durch eine Zuführung von 88 750 Euro auf 329 370 Euro zum Jahresende.

Der vorgelegte Entwurf zum Etat 2019 für die Gemeinde Schlammersdorf einschließlich des Stellenplanes wurde vom Gremium einstimmig verabschiedet. Gleiches galt für den Finanzplan über die mittelfristige Finanzplanung im kommunalen Bereich sowie für das Investitionsprogramm bis 2022.

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