Schlammersdorf
10.06.2026 - 16:17 Uhr
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Solarpark bei Menzlas nimmt nächste Hürde

"Energiepark Schlammersdorf" heißt das Projekt, das an der nördlichen Grenze zur Nachbargemeinde Vorbach entstehen soll. Mit 18 Hektar Größe beansprucht das Vorhaben eine bisher intensiv genutzte Ackerfläche.

Auf 18 Hektar Privatgrund nahe der Gemeindegrenze zu Vorbach plant die Firma Enmag die Errichtung eines "Energiepark Schlammersdorf" mit einer Leistung von zirka 23 Megawatt Peak. Symbolbild: Robert Dotzauer
Auf 18 Hektar Privatgrund nahe der Gemeindegrenze zu Vorbach plant die Firma Enmag die Errichtung eines "Energiepark Schlammersdorf" mit einer Leistung von zirka 23 Megawatt Peak.

Vielschichtig sind die Kriterien, die bei der Errichtung von Photovoltaik-Freiflächen zu beachten sind. Der Planungsschritte bis zur Baureife sind einige. Dabei kommt den Kommunen ein wesentliches Mitspracherecht zu. Ein Thema, dem sich der Schlammersdorfer Gemeinderat schon vor einigen Jahren stellte. Ein kommunaler Leitfaden solle Wildwuchs zu vermeiden helfen, erläuterte in der jüngsten Ratssitzung Bürgermeister Johannes Schmid.

Hintergrund ist das Aufstellungsverfahrens für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Schlammersdorfer Solarkraftwerk bei Menzlas mit der Projektbezeichnung „Energiepark Schlammersdorf“.

Ziel des kommunalen Wegweisers sei es, die Belange solarer Energieerzeugung mit den landwirtschaftlichen Interessen zu vereinen. Der Bürgermeister verwies in diesem Zusammenhang auf festgelegte Flächenobergrenzen für PV-Freiflächenprojekte. Bedingungen, die in der Projektplanung für den „Energiepark Schlammersdorf“ Berücksichtigung finden, versicherte Enmag-Geschäftsführer Maximilian Burger dem Gremium.

23 Megawatt Leistung

Enmag ist Träger des Vorhabens, dem ein Aufstellungsbeschluss der Ratsversammlung für einen Bebauungsplan schon am 30. Juni 2025 vorausging.

Der Projektträger plant eine Aufständerung mit Modultischen und rechnet mit einer Leistung des Sonnenkraftwerks bis zu 23 Megawatt Peak. Ergänzend sollen Batteriespeicher die Energiedichte des Areals erweitern. Sonnenstrom liefert ein bereits gewerblich betriebener Solarpark in wenigen hundert Metern Entfernung auf Vorbacher Gemeindegebiet. Eine Netzverknüpfung mit einem Umspannwerk in der Nähe des künftigen PV-Freianlage ist gewährleistet.

Auf der Grundlage der Planungen des Büros GeoPlan (Osterhofen) erläuterte nun Enmag-Chef Burger die 40 Seiten umfassenden Stellungnahmen zu den Planungsentwürfen. Ein Prozedere mit der Beleuchtung vieler Anregungen, Anmerkungen und Einwände. Burger stellte dabei keine grundsätzlichen Bedenken fest.

Flächenverlust für Landwirtschaft

Gleichwohl kamen vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten kritische Töne. Die Behörde mahnte zu einer „sachgerechten Gewichtung landwirtschaftlicher Belange“. Ziel müsse es sein, den Flächenfraß und die Bodenneuversiegelung einzudämmen. Dazu seien auch die Gemeinden mit ihrer Planungshoheit gehalten. Eine Aufforderung, die im Durchführungsvertrag für den Bebauungsplan nach Aufgabe der Nutzung in Form des Rückbaues aller Anlagenteile Berücksichtigung finden soll. Versehen mit den Kenntnisnahmen und Abwägungen geht der Planungsentwurf nach einem einstimmigen Beschluss des Rates in die nächste Anhörung und öffentliche Auslegung.

Einverständnis im Gemeinderat herrschte über einen Antrag zum Neubau eines Einfamilienwohnhauses im Ortsteil Ernstfeld. Wegen der Überlänge leitungsgebundener Einrichtungen kündigte Bürgermeister Johannes Schmid Sondervereinbarungen für den Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung an. Ebenfalls in Ernstfeld plant ein Bauherr den Umbau seines Einfamilienwohnhauses in ein Zweifamilienhaus. Die Erweiterungsbauten sind genehmigungspflichtig. Das gemeindliche Einvernehmen erteilte das Gremium einstimmig.

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