10.07.2020 - 10:22 Uhr
SchlammersdorfOberpfalz

Vorerst kein Kreisverkehr bei Schlammersdorf

An der Kreuzung Staatsstraße 2122/Kreisstraße NEW 47 am westlichen Ortsrand von Schlammersdorf kracht es oft. Trotzdem soll die Gabelung nicht umgebaut werden – zumindest vorerst.

Der Umbau der Kreuzung der Staatsstraße 2122/Kreisstraße NEW 47 am westlichen Ortsrand von Schlammersdorf zu einem Kreisverkehr ist aus der Sicht des Straßenlastbauträgers nicht vertretbar. Dies wird im Wesentlichem damit begründet, dass dort keine Unfallhäufungsstelle vorliegt.
von Redaktion ONETZProfil

Ein Umbau der Kreuzung Staatsstraße 2122/Kreisstraße NEW 47 am westlichen Ortsrand von Schlammersdorf erfolgt vorläufig nicht. Diese Kreuzung ist keine Unfallhäufungsstelle, wenngleich es immer wieder im übersichtlichen Kreuzungsbereich kracht: Dies ist das Ergebnis einer Verkehrsschau Ende Juni mit Vertretern des Straßenbauamtes, des Landratsamtes Neustadt"WN sowie der Polizei. Per E-Mail an Bürgermeister Johannes Schmid hatte Karl Lukas als Sachgebietsleiter Verkehrswesen bei der Kreisbehörde das Ergebnis der Verkehrsschau mitgeteilt. Der Rathauschef informierte nun den Gemeinderat in der vergangenen Sitzung über die Ablehnung zum Umbau der Kreuzung.

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Schlammersdorf

Die Verkehrsschau ergab, dass die Kreuzung mit Vorwegweiser, Ankündigung der Stopp-Stellen mit beiderseitig aufgestellten Verkehrszeichen „Stopp“ und einem Tropfen vollständig ausgestattet ist. Verwiesen wurde auch auf die Aussage von Bürgermeister Johannes Schmid, wonach die Unfälle im Zusammenhang mit dem Überfahren der Stopp-Stelle stehen. Ein Geschwindigkeitstrichter in den „untergeordneten Ästen“ sei nicht erforderlich, ergab sich bei der Verkehrsschau. Das Problem, warum und weshalb immer wieder Unfälle im Kreuzungsbereich passieren, liegt bei Vorfahrtsverstößen. Nachdem keine Unfallhäufungsstelle vorliegt, ist aus der Sicht des Straßenbaulastträgers ein Umbau der Kreuzung zu einem Kreisverkehr nicht vertretbar. Es wurde zudem darauf hingewiesen, dass Unfallhäufungsstellen im Rahmen der Prioritätenliste vorrangig zu bedienen sind.

Nach dem abschließenden Ergebnis soll das Verkehrszeichen „Stopp“ in die beiden Vorwegweiser der „untergeordneten Ästen“ zur nochmaligen Verdeutlichung der Wartepflicht aufgenommen werden. Zudem wurde eine verstärkte Überwachung der Stopp-Stellen durch die Polizeiinspektion Eschenbach angeregt. Die Ablehnung des Kreuzungsumbaus bedauerte Bürgermeister a.D. Gerhard Löckler und erinnerte daran, dass in der Vergangenheit den Bemühungen der Kommune nach mehr Verkehrssicherheit nicht entsprochen wurde. Den Umbau der Kreuzung zu einem Kreisverkehr sah die CSU-Kreistagsfraktion bei einem Ortstermin im Rahmen ihrer Klausurtagung am Jahresanfang in Schlammersdorf als eine Lösung, um künftig Unfälle zu vermeiden.

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