Prächtige Kirwa im Oberland

Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf: Über Nacht ist es wieder Sommer geworden - gerade rechtzeitig zur Oberland-Kirwa in Schleißdorf. Die Oberlandler feierten mit mehr als 2000 Gästen ein prächtiges Fest.

Goldener Oktober bei der Kirwa im Oberland: In Schleißdorf genossen hunderte Besucher eine zünftige Spätsommer-Kirchweih.
von Autor (gri)Profil

Pfarrer Moses Gudapati drückte in der Predigt des Kirwagottesdienstes treffend aus, was dieses Fest ausmacht. Die Oberland-Kirwa sei wie ein großes Familientreffen. Er berichtete von einer älteren Dame, die ihm erst vor wenigen Tagen vom legendären Zusammenhalt der Oberland-Dörfer vorgeschwärmt habe. "Ich kann das nur bestätigen", sagte der Pfarrer, "die Oberlandler sind schon eine freundliche Bagage". Er bat die Gläubigen darum, den Kirwabaum als Zeichen des Zusammenhalts, des Friedens und der Einigkeit zu sehen.

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Als nach dem Gottesdienst die Spalter zum Frühschoppen aufspielten, war klar, dass diese 42. Kirwa eine besondere sein wird. Denn schon am Vormittag füllten sich die zahlreichen Sitzplätze im Freien, so dass draußen bald mehr Leute saßen, als drinnen im Festzelt. Eine besondere Überraschung war das Gastspiel der Blaskapelle Hochkreut aus dem Landkreis Oberallgäu. Die Musikanten waren mit einem Bus extra zur Kirwa angereist, am Samstag besichtigten sie die Stadt Amberg und übernachteten auch dort.

Mit dem Einholen des Kirwabaumes hatte das Fest am Samstagmorgen begonnen. Rund 50 Männer waren nötig, um die 30 Meter lange Fichte aus Freudenberg per Goißn in die Senkrechte zu wuchten. Christoph Walter und Patrick Fehlner hatten den Baum gespendet. Nach getaner Arbeit eröffnete die Musikgruppe Rundumadum den Kirwatanz am Samstagabend. 14 Kirwapaare waren es heuer, die am Sonntagnachmittag nach altem Brauch den baum austanzten. Sie sangen dabei auch wieder ihre Schnodahüpfln - wie immer mit ein paar Seitenhieben auf die Freudenberger Kirwaburschen. Die Kapelle Royal unterhielt die Kirwagäste bis in den späten Abend hinein.

Goldener Oktober bei der Kirwa im Oberland: In Schleißdorf genossen hunderte Besucher eine zünftige Spätsommer-Kirchweih.

Das Wetter zeigte sich auch am Montag von seiner schönsten Seite. Die Stockerholzer Boum zogen am Abend noch einmal alle Register der Bierzelt-Stimmung, so dass Oberkirwabursch Michael Bischof am späten Abend zufrieden sein konnte. Bei der Baumverlosung hatte die Familie Wesnitzer aus Littenhof Glück. Sie darf den Kirwabaum demnächst zerlegen und im Holzschuppen einlagern.

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