Schmidgaden
13.02.2022 - 08:46 Uhr

Couchgarnitur bei Schmidgaden einfach im Wald abgestellt

Ein Umweltsünder, der bei Schmidgaden eine komplette Couchgarnitur im Wald entsorgt hatte, unterschätzte das Ermittungsgeschick der Polizei. Seine Tat kommt ihm jetzt teuer zu stehen.

Die Ermittlungsarbeit der Polizei war von Erfolg gekrönt: Der Umweltsünder konnte ermittelt werden. Symbolbild: Jens Wolf/dpa
Die Ermittlungsarbeit der Polizei war von Erfolg gekrönt: Der Umweltsünder konnte ermittelt werden.

Mit routinierter und akribischer Ermittlungsarbeit kam die Nabburger Polizei einem Mann auf die Schliche, der sich den Weg zum Recyclinghof ersparen wollte und ausrangierte Möbel im Wald ablud.

"Am Freitag traute ein Spaziergänger in einem Waldstück zwischen Schmidgaden und Trisching seinen Augen nicht. Vor ihm im Wald lag eine komplette Couchgarnitur", teilt sie Polizeiinspektion Nabburg mit. Ein zunächst unbekannter Umweltsünder hatte sie in der Natur entsorgt. Er hatte jedoch nicht mit dem Ermittlungseifer der Nabburger Polizeibeamten gerechnet: Aufgrund eines noch vorhandenen Produktaufklebers nahmen die Beamten Kontakt zum Möbelhaus in Mittelfranken auf. Dort wurden fleißig die Archive gewälzt und festgestellt, dass genau diese Couchgarnitur im Jahre 2007 verkauft wurde, auch der Name des Käufers war noch verzeichnet.

So konnten die Beamten dem verdutzten Käufer aus dem nördlichen Bereich von Amberg am Samstagmorgen einen Besuch abstatten und mit dem Auffinden seiner 14 Jahre alten Couch konfrontieren. "Dieser war selbst ziemlich verdutzt, dachte er doch, dass sein 21-jähriger Sohn aus dem Bereich Neunburg vorm Wald die Couch ordnungsgemäß entsorgt hätte", heißt es in der Mitteilung der Polizeiinspektion Nabburg. Gegen den Sohn wurde nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen eines Verstoßes nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz eingeleitet. "Das Landratsamt Schwandorf wird diese untypische Entsorgung sicherlich entsprechend würdigen", so die Polizei.

 
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