Der vierte Fastensonntag trägt den Namen „Leatare - freuet euch“. Die Pfarrei St. Andreas Rottendorf (Gemeinde Schmidgaden) hatte an diesem Sonntag noch einen zweiten Grund, sich zu freuen. Auf Einladung des Pfarrgemeinderates stattete Diözesanbischof Rudolf Voderholzer der Pfarrei Rottendorf einen Pastoralbesuch ab. Am Fuße des Kalvarienberges wurde der Bischof von Pfarrer Gerhard Wagner, Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Werner Schönberger und vielen Gläubigen – es dürften über zweihundert gewesen sein- willkommen geheißen.
Wie Bischof Voderholzer mitteilte, besuche er während der Fastenzeit jeden Sonntag eine andere Pfarrei, um mit ihr den Kreuzweg zu beten. Der Einladung der Pfarrei Rottendorf sei er sehr gerne nachgekommen. Zusammen mit dem Bischof machten sich die Gläubigen auf den Weg, um an den 14 Kreuzwegstationen den Leidensweg Jesu Christi zu betrachten. Im Gedenken an den vor 800 Jahren verstorbenen Hl. Franziskus von Assisi war die Liturgie mit den Gebeten des Heiligen bereichert. Während des Kreuzweges wurde das mitgeführte Kreuz von jeweils einer anderen kirchlichen Gruppe oder Institution von Station zu Station getragen. Der Kreuzweg endete mit dem Schlusssegen an der Kalvarienbergkapelle.
Der Bischof dankte den Gläubigen für die feierliche Gestaltung des Kreuzweges und der Familie Pröls für die Pflege der kleinen Kapelle. Am Schulhaus in Rottendorf wartete auf Bischof Voderholzer eine weitere Aufgabe: Die Segnung des neuen Schulhauskreuzes. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Werner Schönberger ging kurz auf die Geschichte des Kreuzes ein, das seinen Ursprung im Ende der Flurbereinigung im Jahr 1978 hat. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde das ursprünglich kleinere Kreuz 1986 durch ein neues, größeres Kreuz ersetzt.
Im Herbst 2024 hatte ein Sturm das Kreuz zu Fall gebracht. Der Kreuzbalken war nicht mehr zu reparieren. Auf Initiative des zweiten Bürgermeisters Andreas Altmann machte man sich daran, ein neues Kreuz herzustellen. Diese Aufgabe hatten die Zimmerei Altmann aus Littenhof und die Schreinerei Schönberger aus Rottendorf übernommen. Aufgerichtet wurde das Kreuz vom gemeindlichen Bauhof und für den Blumenschmuck sorgte die Gärtnerei Prifling. Die entstandenen Kosten wurden von den Firmen übernommen.
Nach diesem kurzen, geschichtlichen Abriss erteilte Bischof Vorderholzer dem neuen Schulhauskreuz den kirchlichen Segen. Im Vereinsstodl, in dem zur gleichen Zeit die Frühjahrsausstellung der SRK Rottendorf stattfand, fanden die Feierlichkeiten ihren Abschluss.















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