27.04.2021 - 15:26 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Energiesparen an den Straßenrändern

Die Gemeinde Schmidgaden möchte ihre Straßenbeleuchtung auf das energiesparende LED-System umzustellen. Dazu hätte sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Die Würfel sind noch nicht gefallen.

Um den Wechsel auf LED für die Straßenbeleuchtung ging es bei der letzten Sitzung.
von Richard AltmannProfil

Unter der Leitung von Zweitem Bürgermeister Andreas Altmann tagte der Gemeinderat. Altmann konnte hierzu auch den Kundenberater des Bayernwerks, Wolfgang Dumm, willkommen heißen. Überall werden die Straßenbeleuchtungen auf LED-Technik umgestellt, auch die Gemeinde Schmidgaden prüft, welcher der beste Weg für sie ist. Vertriebsmitarbeiter Dumm erklärte den Gemeinderäten an Hand der momentanen Situation, welche Möglichkeiten es gibt die Umrüstung zu gestalten. Zur Auswahl steht der Ersatz mit LED-Leuchten oder die Variante mit LED-Retrofit. Die zweite Variante ist die günstigere. Die Kosten sind nicht der einzige Unterscheidungspunkt, denn auch bei der Lichtlenkung und der Dimmbarkeit besteht ein Unterschied. Wenn die gesamte Beleuchtung mit LED-Leuchten ausgetauscht werden, besteht bei Planung durch einen Fachplaner und Antragstellung bis 31. Dezember 2021 eine Fördermöglichkeit in Höhe von 30 Prozent durch das Bundesumweltministerium. Der Fachplaner kostet 476 Euro. Da die Bewilligungszeit etwa sechs Monate beträgt, ist bei dieser Variante ein Austausch vor dem Frühjahr 2022 nicht möglich. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 156 142 Euro.

Durch die LED-Leuchten kommt es zu einer Energieverbrauchsenkung um 57 Prozent. Die Amortisation liegt bei einem Strompreis von 0,24 Euro je Kilowattstunde bei etwa acht Jahren. Wenn dagegen nur die Leuchtmittel ausgetauscht werden, gibt es keine Förderung aus Berlin. Das Bayernwerk gewährt bei einer Umrüstung auf LED-Retrofit einen Rabatt von 2000 Euro, weil der Austausch im Zuge der Wartung erfolgen kann. Es ergeben sich Gesamtkosten in Höhe von 73 017 Euro. Die Energieeinsparung ist wiederum 57 Prozent. Beim gleichen Strompreis wie im ersten Beispiel erfolgt die Amortisation nach corca 4,5 Jahren.

Förderung beantragen

Nach längerer Diskussion einigte sich der Gemeinderat darauf, dass die Verwaltung den Antrag auf Förderung stelle. Nachdem der Fachplaner sein Ergebnis vorgelegt hat, wird man die endgültige Entscheidung treffen, für welche der Varianten man sich entscheidet.

Die Bekanntgabe aus nichtöffentlicher Sitzung, welcher der Geheimhaltung nicht mehr unterliegen, stand auch an. Da ging es um Bauleistungen für den Neubau des Kindergartens. Schlosserarbeiten gingen an die Firma Kiener für 52 442 Euro, der Innenausbau an die Firma Schönberger für 244 597 Euro, die Funktionsküche an die Firma Schönberger für 42 743 Euro, Außenanlagen an die Firma Braun für 383 002 Euro. Den Auftrag für die Landschaftsbauarbeiten an der Böschung, Stützmauer und Treppenaufgang zum Friedhof in Rottendorf erhielt die Firma Braun für 98 885 Euro.

Es erfolgt keine Auszahlung einer übertariflichen Corona-Sonderzahlung an das pädagogische Personal des Kindergartens. Andreas Poletti ist neuer Waldbeauftragter der Gemeinde Schmidgaden.

Ja zu Privatbauten

Folgenden Bauvorhaben wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt: Neubau einer Doppelgarage in Schmidgaden, Errichtung von drei Dachgauben an Balkonausbau an einem bestehenden Wohnhaus in Trisching, Neubau einer Gerüstüberdachung im Gewerbegebiet Schmidgaden, Geländeauffüllung in Gösselsdorf und Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Rottendorf.

Bürgermeister Andreas Altmann informierte darüber, dass im Freistellungsverfahren drei Bauanträge für Wohnhäuser im Neubaugebiet Schmidgaden eingingen. Der Gartenbauverein Schmidgaden hat einen Förderantrag für die Anschaffung eines neuen Mulchers gestellt. Die Lieferung des Apfelbaumes für den Spielplatz ist erfolgt.

Weiterer Artikel aus einer Gemeinderatssitzung

Schmidgaden

Im letzten Tagesordnungspunkt hatten die Gemeinderäte das Wort. Erich Amann (FWG Trisching) fragte nach, was mit seiner Anfrage bezüglich der erneuten Abstimmung zum Gewerbegebiet Schmidgaden geworden ist. Jens Tölg (FWG Trisching) bat darum, dass man die Initiative der Bürgermeister Johann Wilhelm aus Guteneck und Martin Schwandner aus Trausnitz auf Erhalt der kleinen Grundschulen unterstützt. Hier gab es von Seiten des Bürgermeisters ein positives Signal. Martin Bauer (SPD) erkundigte sich nach dem Radwegebau in Richtung Fensterbach und dem Stand. Ramona Birner (FWG Trisching) sagte, dass die Brücke im Magdalenental aufgebaut wird. Jens Tölg (FWG Trisching) erkundigte sich, ob es möglich wäre, eine Befragung der Bürger zu machen, ob die Erweiterung des Gewerbegebietes Schmidgaden notwendig ist. Dagegen sprachen sich die Gemeinderäte Michaela Dirrigl (CSU) und Martin Schweitzer (Gemeindewohl Schmidgaden) aus.

Schweitzer regte an, dass Familien während eines Spaziergangs doch vielleicht Abfall sammeln könnten, denn in der Corona-Zeit kann keine Sammelaktion "Ramma dama" stattfinden. Dieser Vorschlag fand großen Anklang. Gemeinderat Florian Burth (FWG Rottendorf-Gösselsdorf) regte an, dass unter diesem Punkt angesprochene Themen auch auf der Tagesordnungen der Sitzungen Erwähnung finden sollten.

Für den Kindergartenneubau wurden Aufträge im März für über eine halbe Million Euro vergeben
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