01.07.2021 - 19:39 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Für die Schmidgadener Jugendarbeit wird noch draufgelegt

Ehrenamtliches Engagement ist für ein intaktes Gemeindeleben unverzichtbar. Im Schmidgadener Haushaltsplan sind deshalb auch Positionen für diverse Initiativen vorgesehen.

In der Schmidgadener Schule kommt im nächsten Schuljahr keine acht Klasse mehr zustande.
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Im Etat, den die Schmidgadener Gemeinderäte in ihrer letzten Sitzung verabschiedet haben, sind bei der Position "Ortsverschönerung, Heimat- und Brauchtumspflege" 2100 Euro aufgelistet, für Familien- und Seniorenarbeit 2900 Euro. Für den heimatkundlichen Arbeitskreis stehen 4100 Euro bereit. Die Jugendarbeit sollte mit 3100 Euro unterstützt werden. Gemeinderat und Jugendbeauftragtem Martin Bauer war das doch etwas zu wenig, zumal nach der langen Zeit des coronabedingten Stillstands erst wieder einiges in die Gänge kommen müsse. 5000 Euro waren Bauers Wunschvorstellung. Er wird das Geld wohl bekommen: „Wir werden versuchen, im Etat einen Deckungsvorschlag zu machen“, so Bürgermeister Josef Deichl.

Er hatte in der Sitzung noch einige Informationen parat: Die achte Klasse der Mittelschule kommt im nächsten Schuljahr am Standort Schmidgaden nicht mehr zustande. Der Grund: Übertritte an andere Schularten. Das heißt Transportkosten für die verbleibenden Schüler nach Nabburg und/oder Schwarzenfeld. Auch die Organisation der Ganztagsschule wird nicht leichter.

Deichl wies noch auf zwei markante Termine hin: Im nächsten Jahr wird das Jubiläum „50 Jahre Gemeinde Schmidgaden“ gefeiert. Der Schmidgadener Ehrenbürger und frühere Pfarrer Alois Scherm wird am 30. Juli 80 Jahre alt. Das soll entsprechend gewürdigt werden. Bei der geplanten Bahnstromtrasse schrillen beim Bürgermeister die Alarmglocken. Ostbayernring, Südostlink, Autobahn: Der Gemeinde droht auch noch die Bahnstromtrasse. "Wir müssen wachsam sein", betonte der Bürgermeister und kündigte massiven Widerstand an.

Die Gemeinderäte hatten abschließend noch einige Anfragen: Martin Schweizer sprach die geplante Freiflächenphotovoltaikanlage in Stulln an. Da solche Projekte nicht isoliert nur bis zur Gemeindegrenze betrachtet werden sollten, wäre seiner Ansicht nach analog zur Vorgehensweise der Gemeinden Fensterbach und Schmidgaden bei einem ähnlichen Projekt ein gemeinsamer Termin sinnvoll. Zweiter Bürgermeister Andreas Altmann nahm auf das Nabburger Konzept Bezug, das die für Solar vorgesehene Fläche prozentual begrenze. Auch in der Gemeinde Schmidgaden solle eine gewisse Richtlinie angestrebt werden.

Jens Tölg wollte seine Position zur Gewerbegebietserweiterung in Schmidgaden verdeutlichen. Er sei nicht nicht dagegen, sondern plädiere dafür, wegen des angrenzenden Wohngebiets den Schwerpunkt statt auf produzierendes Gewerbe auf Angebote für den Endverbraucher zu setzen. Zudem sprach er das Thema Verkehrsbelastung an. Zweiter Bürgermeister Andreas Altmann hielt dagegen: Man habe eben auch andere Bewerber im Gewerbegebiet Schmidgaden. Zudem seien die Anwohner im benachbarten Wohngebiet beim Grundstückserwerb auf das Gewerbegebiet hingewiesen worden. Die Gemeinde habe für Lärmschutz gesorgt. Hans-Jürgen Flierl war das versetzte Ortsschild in Trisching positiv aufgefallen. Dadurch sei der Einfahrtsbereich ins Gebiet "Marberg" sicherer geworden.

Kämmerer Hans Werner sprach am Rande der Haushaltsberatung ein Problem an, das wohl in den nächsten Jahren verstärkt auf Landgemeinden zukommen werde: Der Unterhalt kleiner Straßen. „Wie bei Wasser und Kanal wäre auch hier eigentlich eine Härtefallregelung für Oberbauverstärkungen notwendig“, meinte Hans Werner. Bei den Orts- und Flurbereinigungsstraßen reiche die oft in den 70er Jahren festgelegte Tonnage nicht mehr aus. Straßenschäden – und hohe Kosten – seien absehbar.

Der Haushalt der Gemeinde Schmidgaden

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