Beamte der Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Amberg nahmen am Parkplatz Stocker Holz der A 6 einen Sattelzug mit polnischen Kennzeichen genauer unter die Lupe. Der Fahrer hat der VPI zufolge in Frankreich insgesamt 16 900 Kilogramm Gefahrgut der Klassen 3 und 6.1 (brennbare und giftige Stoffe) geladen und war auf dem Weg Richtung Waidhaus. Der eine Teil der Ladung, eine Harzlösung, unter anderem in 1000-Liter-Plastikfässer abgefüllt, hat einen Flammpunkt unter 23 Grad Celsius.
Der andere Teil, Toluylendiisocyanat (TDI), insgesamt über sechs Tonnen in 24 Metallfässern, ist giftig. TDI ist ein Zwischenprodukt für die Herstellung von Klebstoffen, Schaumstoffen für Matratzen oder für hochwertige Lacke, die in der Automobilindustrie, für Flugzeuge oder Triebwagen verwendet werden.
Dies alles stand nahezu ungesichert auf der Ladefläche und kann bei Vollbremsungen oder Ausweichmanövern verrutschen. Auch die Außenverkleidung des Aufliegers, so die Polizei, war nicht stabil genug, diesem Gewicht dann stand zu halten. Zusätzlich wurden Verstöße gegen die Ausrüstungsvorschriften festgestellt. Der Fahrer war auch deutlich zu schnell unterwegs. Geschwindigkeiten von bis zu 105 Stundenkilometern wurden aufgezeichnet. Unter Polizeibegleitung wurde der 36-jährige Kraftfahrer mit seiner heißen Fracht zu einer Fachfirma gelotst. Dort konnte er sein Ladegut vorschriftsgemäß sichern. Sowohl gegen ihn als auch gegen die beteiligten Unternehmen wird ermittelt.













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