08.01.2021 - 10:36 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Gemeinde Schmidgaden hat gut gewirtschaftet

In der Gemeinde Schmidgaden entstehen Bau- und Gewerbeflächen, die Kommune legt einen Fokus auf intakte Versorgungseinrichtungen – und das ohne Schulden: Der Bürgermeister nennt rückblickend die Eckdaten 2020.

Bürgermeister Josef Deichl fasst die wichtigsten Projekten und Ausgaben des Jahres 2020 zusammen.
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Am Rande der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres 2020 skizzierte Bürgermeister Josef Deichl die finanziellen Eckdaten der Kommune, die realisierten und angestoßenen Projekte.

Das für 2020 geschnürte Haushaltpaket war um elf Prozent größer als im Vorjahr: Der Ansatz lag bei rund 11,76 Millionen Euro. Die Gewerbesteuer beläuft sich auf 854.190 Euro, die Schlüsselzuweisungen auf 983.872 Euro und die Einkommenssteuerbeteiligung schätzt die Kämmerei auf 1,6 Millionen Euro. Bei den Ausgaben schlugen die Personalausgaben mit 1,78 Millionen Euro zu Buche, die Kreisumlage betrug 1,183 Millionen Euro und die Gewerbesteuerumlage 57.384 Euro. An Schulverbandsumlage standen erneut 319.150 Euro im Etatplan.

Steigende Steuerkraft

Eine maßgebende Zahl, wie die Gemeinde "da steht", ist die Steuerkraft. Sie ist entscheidend für die Schlüsselzuweisungen und die Kreisumlage. Seit 2016 steigt die Steuerkraft kontinuierlich von 565 auf aktuell 822 Euro. Der Schuldenstand liegt in diesen fünf Jahren bei Null (Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden 711 Euro). Mit Blick auf die Zahlen zog Bürgermeister Josef Deichl als Fazit: "Wir haben gut gewirtschaftet".

Einnahmen wurden durch Bauplatzverkauf (272.844 Euro), aus dem Verkauf von Gewerbeflächen (401.148), aus der Konzessionsabgabe Strom und Gas (47.045 Euro) und durch Straßenerschließungsbeiträge aus Bauplatzverkäufen (78.229 Euro) erzielt.

In Schmidgaden kann gebaut werden

Schmidgaden

Deichl nannte die wichtigsten Ausgaben, Investitionen und Baumaßnahmen des abgelaufenen Jahres (Zahlen jeweils gerundet): Feuerwehrhauto Gösselsdorf 48.000 Euro, Erschließung des Baugebiets West VI 458.000 Euro, Kanalbau Rottendorf 289.000 Euro, Straßenbau Rottendorf 1,39 Millionen Euro, Kläranlagen Rottendorf und Schmidgaden 53.000 Euro, Breitbandausbau Rottendorf 76.000 Euro, Schülerbeförderungskosten 41.000 Euro, Straßenbeleuchtungskosten 67.000, Heizungsumbau Blockheizkraftwerk Schule/Kindergarten 69.000 Euro, IT-Ausstattung Verwaltung, Bauhof, Schule und Kindergarten 31.000 Euro, Gastkindergebühren an andere Kindergartenträger 63.000 Euro, Erneuerung der Heizung im Kindergarten (alt) 35.000 Euro, Baukindergeld 50.000 Euro, Straßenunterhalt 112.000 Euro, Heckenmulchgerät Bauhof 10.000 Euro, Minuszinsen 14.000 Euro, Kindergartenneubau 830.000 Euro, jährliche Softwarekosten 62.000 Euro, Klärschlammentsorgung 26.000 Euro, Ausgleichspflanzungen 23.000 Euro, Spielgeräte und Spielplätze 112.000 Euro.

Eine Anmerkung Deichls galt noch Rottendorf und seinen 390 Einwohnern: Hier seien 1,8 Millionen Euro investiert worden. Er könne anhand dieser Zahlen keine Benachteiligung des Gemeindeteils erkennen. Die Kommune investiere, wo es am zwingendsten nötig sei und fasse im Rat, wo auch der Bürgermeister nur eine Stimme habe, Mehrheitsbeschlüsse.

Dank für gute Arbeit

Zweiter Bürgermeister Andreas Altmann dankte Bürgermeister Josef Deichl und seinem Team für die gute Arbeit. Deichl gab den Dank weiter. Die Gemeinde habe viel geleistet. Der Bürgermeister würdigte den Einsatz der Mitarbeiter in der Verwaltung und in den kommunalen Einrichtungen. Die Gemeinde mit Geschäftsführer Martin Janz und Kämmerer Hans Werner hätten "keine einfachen Aufgaben" zu bewältigen gehabt.

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