25.07.2019 - 11:45 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Gerüstet für das weitere Leben

Nicht nur durch sehr gute schulische Leistungen konnten die 13 Schüler, die in diesem Jahr die Mittelschule verlassen, überzeugen. Sie erhalten auch Lob und Anerkennung für ihr Verhalten insgesamt.

Die drei Jahrgangsbesten wurden ausgezeichnet: (von links) Rektor Klaus Ruetz, Leonie Hölzl, Jonas Lehner, Fabian Schatz, Klassenlehrerin Katrin Fritsch, Dritter Bürgermeister Eduard Delling und Elternbeiratsvorsitzende Theresa Dobler.
von Richard AltmannProfil

Endlich geschafft, können 13 Schüler der Mittelschule Schmidgaden sagen, denn sie erhielten in einer Feierstunde ihr Zeugnis für den Qualifizierten Hauptschulabschluss. Der Tag begann mit einem Abschlussgottesdienst in der Pfarrkirche. Anschließend ging es zurück zur Mittelschule. Dort war alles vorbereitet für die große Abschlussfeier und Übergabe der Zeugnisse.

Es beginnt nun für die meisten Schüler ein neuer Lebensabschnitt, sagte Rektor Klaus Ruetz, nämlich im Betrieb. Dort komme es mehr auf die Sozialkompetenz, Schlüsselqualifikationen oder auch neudeutsch "Soft Skills" an. Wenn die Jugendlichen diese Kompetenzen beherrschen, könne bei den weiteren Etappen im Leben nichts mehr schief gehen. Eines wollte er ihnen trotzdem noch mit auf den Weg geben: Mut zur Zivilcourage ist besonders gefragt, das heißt auch, Anderen zu helfen.

Zur Statistik konnte Ruetz berichten, dass 13 Schüler der Mittelschule Schmidgaden und zwei externe haben den Quali gemacht. 13 haben bestanden - dies ist eine Quote von 92,9 Prozent. Zwei Schüler haben den erfolgreichen Mittelschulabschluss erreicht. Zwei Schüler haben den Quali mit Note 1 abgeschlossen, zwei weitere haben eine Eins vor dem Komma. Der Notendurchschnitt betrug 2,1. Neun Schüler haben eine Ausbildung, drei gehen weiter auf eine Schule, eine Schülerin strebt die Mittlere Reife an.

Dritter Bürgermeister, Eduard Delling, gratulierte im Namen der Gemeinde und persönlich zum erfolgreichen Abschluss der Mittelschule. Mit dem heutigen Tag sei ein Lebensabschnitt abgeschlossen, es warte nun ein anderer mit neuen Herausforderungen, andern Menschen und einer anderen Umgebung. Die Jugendlichen sollten sich diesem stellen und ihren Weg entsprechend gehen.

Elternbeiratsvorsitzende Theresa Dobler gab den Schülern mit auf dem Weg, sie sollten ihre Träume und Ziele verwirklichen. Sie sollen sich nicht einengen lassen von Althergebrachtem. Sie sollten die Dinge hinterfragen und den eigenen Weg zwischen Beruf und Leben finden. Sie wünschte ihnen den Mut, sich auch zu verändern, wenn es angebracht ist. Als Drittes wünschte sie ihnen sie sollen sich einmischen, sich zu trauen. Bei allem aber sollen sie nicht vergessen, immer fair zu handeln, sie sollten sich erinnern an die eigenen Werte, die sie selbst während ihrer Schulzeit für wichtig erkannt haben. Dies sind Respekt, Gerechtigkeit, Freundschaft, Vertrauen, Freundlichkeit, Zusammenhalt, Ehrlichkeit und nicht zuletzt Humor.

Klassenlehrerin Katrin Fritsch lobte in ihrer Abschlussrede die Klasse. Es waren demnach sehr schöne zwei Schuljahre mit den Schülern. Diese waren nicht nur sehr interessiert an ihrem schulischen Fortkommen, sie haben sich auch tadellos verhalten: "In zwei Jahren haben sie viel gelernt, erlebt und gemeinsam geschaffen." Fritsch erinnerte dabei an so manche Aktivitäten. Es habe nie Probleme mit den Schülern gegeben. Noch nie konnte sie nach eigenen Angaben mit Schülern wegfahren, ohne sich davor Gedanken zu machen, ob auch alles gut geht - diese Sorge, hatte sie mit dieser Klasse nicht. Sie dankte den Schülern für deren tadelloses Verhalten. Es sei eine Klasse gewesen, die man wohl so schnell nicht vergisst.

Die beiden Schülersprecher, Johannes Böhnisch und Leonie Hölzl, dankten in ihrer Ansprache den gesamten Lehrern für deren Geduld und die gute Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank galt dabei ihrer Klassenlehrerin. Für alle Lehrer gab es am Ende ein Geschenk aus den Händen der beiden Schülersprecher.

Anschließend wurden die Zeugnisse übergeben. Die drei Jahrgangsbesten waren in diesem Schuljahr Fabian Schatz mit Note 1,3, Jonas Lehner mit 1,5 und Leonie Hölzl mit 1,6. Die gesamte Feierstunde wurde musikalisch umrahmt von Luis Dobler und Lukas Schönberger an der Trompete sowie von Johannes Lautenschlager mit der Ziehharmonika.

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