24.07.2018 - 14:42 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Mehr Plätze für den Nachwuchs

Der Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet West IV in Schmidgaden und die Billigung des Vorentwurfes zur Erweiterung des Kindergartens und Kinderkrippe standen im Mittelpunkt der Sitzung. In beiden Punkten gab es Diskussionsbedarf.

Diskussionen gab es um die Erweiterung der Kinderkrippe und des Kindergartens.
von Richard AltmannProfil

Bereits zum zweiten Mal im Juli traf sich der Gemeinderat, denn es galt einige wichtige Dinge zu beschließen. Der Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet West IV in Schmidgaden und die Billigung des Vorentwurfes zur Erweiterung des Kindergartens und Kinderkrippe standen im Mittelpunkt der Sitzung. Zu beiden Punkten gab es Diskussionsbedarf.

30 neue Bauplätze

Für das Büro Seuss konnte Bürgermeister Deichl dessen Chefin Claudia Scharnagl begrüßen. Sie stellte die Vorschläge vor, wie das neue Baugebiet West IV erschlossen werden soll. Das Gebiet liegt in westlicher Erweiterung zum Baugebiet West III, das im letzten Jahr erschlossen wurde. Im neuen Baugebiet entstehen rund 30 neue Bauplätze, je nach Zuschnitt. Das Büro legte vier Varianten vor, die überplant werden sollten. Der Gemeinderat einigte sich auf zwei Varianten, zwischen denen endgültig in der nächsten Sitzung entschieden werden soll. Der Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet Schmidgaden West IV wurde einstimmig gefasst.

Neue Nutzung der Räume

Der Nutzungsänderung von vier Räumen im Kindergarten Schmidgaden wurde das gemeindliche Einvernehmen ebenfalls erteilt. Während der geplanten Umbaumaßnahmen soll der Mehrzweckraum in einen Gruppenraum im Kindergarten umgewandelt werden, sowie ein Gruppenraum im Kindergarten für die Kinderkrippe zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden.

Größere Diskussionen rief das nächste Thema im Gremium hervor. Der Kindergarten und die Kinderkrippe sind wegen der guten Entwicklung in der Gemeinde Schmidgaden zu klein geworden und bedürfen der Erweiterung. Die entsprechenden Zahlen dazu trug Bürgermeister Deichl vor. Diese Zahlen wurden gemeinsam mit der zuständigen Fachstelle beim Landratsamt ermittelt. Die Anerkennung des Kindergarten- und Krippenbedarfs wurde anerkannt.

Im nächsten Tagesordnungspunkt stellte Bürgermeister Deichl das Konzept vor, wie der Anbau an Kinderkrippe und Kindergarten gestaltet werden soll. Eigentlich wollte die Gemeinde vom Nachbarn des Kindergartens Grund erwerben, was dieser aber ablehnte. Also muss die Erweiterung auf dem bisherigen Gelände erfolgen.

Bei der Kinderkrippe soll der bestehende Parkplatz überbaut werden und ein einstöckiges Bauwerk entstehen - mit der Option, aufstocken zu können. An das Kindergartengebäude soll angebaut werden, um für eine weitere Gruppe Platz zu finden. Gemeinderätin Theresa Dobler zweifelte das Konzept an: Sie sprach sich dafür aus, zu überlegen, die Kinderkrippe an einem anderen Ort in der Gemeinde zu bauen, um so einem höheren Bedarf gerecht zu werden. Bei einer Erweiterung auf dem bestehenden Gelände sieht sie vor allem Probleme mit der Parkplatzsituation, die jetzt schon nicht einfach sei.

Diesen Überlegungen schloss sich auch Gemeinderat Ludwig Altmann an, der ebenfalls anregte zu prüfen, ob hier nicht ein anderer Ort in Frage kommen könne. Er nannte als Beispiel den Hirmerhof. Der Bürgermeister widersprach den Einwendungen: zum einen könne der Bedarf über die nächsten fünf Jahre hinaus nicht beziffert werden, zum anderen möchte die Kindergartenleitung gerne alles an einem Ort haben, da eine gut funktionierende Zusammenarbeit bestehe. Eine räumliche Trennung würde Probleme machen.

Für den Hirmerhof gibt es bis dato noch kein städtebauliches Konzept, das extra erstellt werden müsse. Zum anderen kommen auf die Gemeinde mit dem bevorstehenden Straßenbau in Rottendorf und Inzendorf hohe finanzielle Aufwendungen zu. Ein kompletter Neubau der Kindertagesstätte würde den finanziellen Rahmen sprengen. Außerdem stehen der Gemeinde keine Ausweichflächen für einen Alternativplatz zur Verfügung. Das Parkplatzproblem werde gelöst: "Daran arbeiten der Planer und die Verwaltung."




Knapper Ausgang

Gemeinderat Florian Burth regte an, einen Ort außerhalb der Ortschaft Schmidgaden zu suchen. "Dort stehen der Gemeinde auch keine geeigneten Grundstücke zur Verfügung", entgegnete Deichl. Es entspannte sich eine Diskussion zu diesem Thema, was auch im Ergebnis der Abstimmung durchschlug, denn für den Vorschlag der Verwaltung auf Erweiterung auf dem bestehenden Gelände stimmten acht Gemeinderäte, sechs waren dagegen.

Info:

Auch im neuen Jahr eine fünfte Klasse

Wie Bürgermeister Josef Deichl bei der Sitzung des Gemeinderats erwähnte, finde am 27. Juli der Spatenstich der Fa. Kraus-Nagler im Industriegebiet Trisching statt. Zum Stand bei der Mittelschule informierte Deichl den Gemeinderat über die Info-Veranstaltung im Schulverbund. Die Mittelschule Schmidgaden hat eine 5. Klasse auch im kommenden Jahr. Es werden insgesamt 55 Kinder die Schule besuchen. Gemeinderätin Theresa Dobler ergänzte die Ausführungen noch. Deichl blickte auch auf die Info-Veranstaltung zur Wasserversorgung in Rottendorf zurück und er trug die neuen Förderrichtlinien der RZ-WAS vor.

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab Bürgermeister Josef Deichl bekannt, dass für den Spielplatz am Trischinger Vereinshaus neue Spielgeräte für 11 676 Euro angeschafft wurden. Für die Ausstattung des Bauhofes wurden ein Traktor, ein Kipper und ein VW-Transporter für den Wasserwart angeschafft. Das gemeindliche Einvernehmen zu den Bauanträgen von Robert Zangl auf Überdachung für einen Kälberunterstand in Rottendorf, sowie von Manuel Poletti auf Ausbau des Dachgeschosses und dem Einbau von drei Schleppgauben und dem Anbau eines Balkons wurde erteilt.

Auch dem Antrag von Alois Schmidl auf Erweiterung der bestehenden Betriebsgebäude wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Der nächste Tagesordnungspunkt, „Sondergebiet Kobelhof Trisching“ musste zurückgestellt werden, da vonseiten des Antragstellers noch einige Unterlagen fehlten.

Bürgermeister Josef Deichl informierte darüber, dass vom 1. FC Schmidgaden zur Sanierung des Trainingsplatzes ein Zuschussantrag in Höhe von 4000 Euro vorliegt. Dem könne in diesem Jahr nicht mehr stattgegeben werden, da keine Mittel im Haushalt vorgesehen seien, hieß es.


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