26.10.2020 - 15:45 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Mehrheit gegen Gewerbegebietserweiterung in Schmidgaden

Die Bauleitplanung für die Erweiterung des Gewerbegebietes in Schmidgaden erhielt keine Mehrheit im Gemeinderat. Die Weichenstellung für das Industriegebiet in Trisching wurde abgesegnet.

Der Aufstellungsbeschluss zur Erweiterung des Gewerbegebiets Schmidgaden auf der favorisierten Fläche (rot umrandet) kam nicht zustande.
von Richard AltmannProfil

Sowohl im Industriegebiet Trisching als auch im Gewerbegebiet Schmidgaden sind keine Flächen mehr verfügbar. Allerdings gibt es Erweiterungsoptionen durch gemeindeeigene Flächen. Im Gemeinderat sollten nun Aufstellungsbeschlüsse für die Überplanung dieser (Teil-) Flächen gefasst werden.

Dritte Bürgermeisterin Theresia Dobler zeigte sich nicht einverstanden mit den geplanten Erweiterungen. In den letzten sechs Jahren sei sehr viel Land in der Gemeinde versiegelt worden. Sie erinnerte an die Baugebiete, die ausgewiesen wurden. Dem zunehmenden Landverbrauch sollte doch Einhalt geboten werden. Es entspann sich eine Diskussion im Gemeinderat. Theresa Dobler war nicht ganz alleine mit ihrer Meinung. Dies wurde bei der anstehenden Abstimmung deutlich. Während der Aufstellungsbeschluss für das Industriegebiet in Trisching noch eine Mehrheit fand, sprach sich eine Mehrheit gegen den Aufstellungsbeschluss zur Erweiterung des Gewerbegebietes in Schmidgaden aus. Die Gegenstimmen kamen auch von Gemeinderäten aus Schmidgaden.

Auch Freiflächenphotovoltaikanlage beschäftigt den Gemeinderat

Schmidgaden

Mitte August gab es eine Verkehrsschau mit der Polizeiinspektion Nabburg. Hauptaugenmerk wurde dabei auf die Gebiete gelegt, für die Veränderungsvorschläge vorlagen. Gemeinderäte hatten eine Fahrbahnmarkierung als „Ersatz“ für einen fehlenden Fußgängerweg in der Firststraße in Trisching vorgeschlagen, um für mehr Sicherheit auf dem Schulweg zu sorgen. Was den angeregten Schutzstreifen in der Firststraße betrifft, spricht laut Polizei die zu geringe Fahrbahnbreite von nur vier Metern dagegen. Es müsste aber eine Restfahrbahnbreite von 4,5 Metern vorhanden sein, damit Fahrzeuge im Gegenverkehr sich gefahrlos begegnen können. Es bietet sich an, das Verkehrszeichen „Fußgänger“ vor der Gefahrenstelle aufzustellen.

Kein Handlungsbedarf

Im Gebiet Marberg in Trisching, für den Lohhang in Trisching und den Tulpenweg in Rottendorf standen temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 Stundenkilometer zulässige Höchstgeschwindigkeit im Raum, ebenso am Südhang, in der Bergstraße und am Anger in Schmidgaden. Die Unfall- und Geschwindigkeitszahlen auf genannten Straßen belegen keinen dringenden Handlungsbedarf. Jedoch wäre eine Tempo 30-Zone in den Straßen Am Wald, Hohstadt, Südhang, Ringstraße, Weinbergstraße, Bergstraße, Rebenstraße, Marberg, Lohhang, Am Anger, Tulpenweg, Steigäckerweg und Rosenweg möglich. Der Gemeinderat sah momentan keinen Handlungsbedarf, denn es müssten dann wieder Geschwindigkeitskontrollen stattfinden. Tempomessungen hätten gezeigt, dass sich der Großteil der Bevölkerung an die geltenden Regelungen halte.

Anschließend widmete der Gemeinderat die neue Straße im Baugebiet West IV „Am Wald“ zur Ortsstraße sowie den Geh- und Radweg durch das Baugebiet als beschränkt öffentlichen Weg. Im Jahre 1994 wurde die Straße „Am Südhang“ gewidmet, allerdings damals nicht die Gehwege, dies wurde nun nachgeholt.

Was gefördert wird

Bürgermeister Josef Deichl informierte darüber, dass es im September eine Begehung in Rottendorf wegen der fehlerhaft geplanten Hofausfahrten gegeben habe. Der Spielplatz in der Ringstraße ist fertig. Die angepflanzten Ausgleichsflächen wurden abgenommen. Aus dem Leader-Programm würde es für einen Campingplatz und einer Bühne im Magdalenental eine Förderung geben, nicht jedoch für einen Kiosk und WC-Anlagen. Für den Feuerwehrstadel in Rottendorf steht auf die Materialkosten eine Förderung von 40 bis 60 Prozent in Aussicht.

Gemeinderat Florian Burth regte abschließend an, dass die Gemeinderäte von Ortsbegehungen künftig wieder ein Protokoll erhalten.

Die planerische Weichenstellung für die Erweiterung des Industriegebiets Trisching (rot umrandet) stieß im Gemeinderat auf Zustimmung.
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