17.06.2018 - 07:50 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Millionen für neue Straßen

Die Straßensanierung in Rottendorf und Inzendorf steht im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung. Insgesamt sind dort Investitionen in Höhe von etwa drei Millionen Euro nötig.

Zahlreiche Straßen - wie die Hohersdorfer Straße und der Schulberg - sollen im Zuge des Wasserleitungsbaus saniert werden.
von Richard AltmannProfil

Der Wasserzweckverband Brudersdorfer Gruppe saniert ab Mitte des Jahres die Wasserleitungen unter anderem auch in Rottendorf und Inzendorf. In diesem Zusammenhang sollen auch gleich die Straßen instand gesetzt werden. Dazu erläuterte Verwaltungsleiter Martin Janz bei der Sitzung des Gemeinderates noch einmal die bisherige Vorgehensweise.

Im Januar diesen Jahres gab es ein Gespräch mit der Regierung der Oberpfalz wegen möglicher Fördermittel. Es gab zwar keine Zusage, aber den grundsätzlichen Förderwillen für die komplette Dorfstraße in Rottendorf, die Straße "Am Schulberg" und die "Hohersdorfer Straße" wegen der innerörtlichen Verkehrsbedeutung. Die Höhe des Zuschusses liegt zwischen 50 und 60 Prozent der förderfähigen Kosten.

Bezuschusst wird laut Janz aber nur der Gemeindeanteil an den Baumaßnahmen, nicht der Anliegeranteil. Der Antrag muss bis zum 1. September bei der Regierung vorliegen. Die Ausschreibung wäre dann über die Wintermonate möglich. Für untergeordnete, beziehungsweise Anliegerstraßen gibt es keine Förderung.

Zwischenzeitlich wurden die Straßenausbaubeiträge abgeschafft. Da aber derzeit noch nicht feststeht, wie der Wegfall der Anliegerbeiträge kompensiert werden soll, ist bei der Beantragung der Fördermittel bei der Regierung der Oberpfalz so zu verfahren, als gäbe es die Anliegerbeiträge noch. Ob, und wie hoch die Förderung der Straßenbaumaßnahmen in allen betroffenen Straßenzügen in Rottendorf und Inzendorf ist, stehe überhaupt noch nicht fest, betonte Janz. Die CSU-Fraktion habe sich noch nicht geäußert, wie in dieser Frage verfahren werden soll. Diesbezüglich wisse die Gemeinde zur Zeit nichts. Wer anderes behaupte, sage nicht die Wahrheit.

Anschließend stellte Ferdinand Leitner vom beauftragten Ingenieurbüro Seuss die Planung für die Sanierungsmaßnahmen in den einzelnen Straßen vor. Die Kosten belaufen sich für die Dorfstraße, den Kajetanweg, den Schulberg, die Hohersdorfer Straße, den Kalvarienberg, und die Dorfstraße in Inzendorf auf etwa zwei bis drei Millionen Euro. In dieser Summe sei aber der Anteil des Wasserzweckverbandes an den Sanierungskosten noch nicht abgezogen. Wie hoch dieser ist, könne bis dato noch nicht beziffert werden. Der Gemeinderat beschloss, die entsprechende Maßnahme anzupacken. Der Förderantrag wird vor dem 1. September gestellt.

Bürgermeister Josef Deichl stellte anschließend die Planung der Firma OFM vor, die zurzeit in Trisching im Gewerbegebiet baut. Der Baubeginn des Penny-Marktes in Trisching ist am 27. Juni. Bezüglich der anstehenden Erweiterung des Kindergartens und der Kindertagesstätte sagte das Gemeindeoberhaupt, dass die entsprechenden Gespräche mit der Fachabteilung am Landratsamt laufen.

Zum möglichen Umzug der Förderschule nach Schmidgaden habe ein Vor-Ort-Termin stattgefunden. Dabei wurden laut Deichl auch bauliche Mängel am Schulgebäude in Sachen Brandschutz festgestellt, die dem Vorhaben wohl im Wege stehen würden. Eine Entscheidung sei aber noch in keiner Weise gefallen. Der Bürgermeister informierte anschließend darüber, dass sich die Stadt Nabburg nicht an den Kosten der Wasserleitungssanierung beteiligen werde. Bezüglich der geplanten Monoklärschlammanlage habe sich bis dato nichts Neues ergeben. Es liege kein formeller Antrag des Betreibers vor.

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