18.09.2019 - 14:56 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Plan für Mehrfamilienhaus vertagt

Einem geplanten Mehrfamilienhaus bleibt das gemeindliche Einvernehmen vorenthalten. Der Gemeinderat kann sich mit der vorgelegten Planung nicht einverstanden erklären.

Hier soll das neue Mehrfamilienhaus in Schmidgaden entstehen - es gab noch keine Einigung
von Richard AltmannProfil

Großes Interesse fand die letzte Sitzung des Gemeinderates Schmidgaden. Die Zuschauerplätze waren rasch bis auf den letzten Platz gefüllt, so dass noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten. Die Gemeinderäte waren ebenfalls alle vollzählig anwesend. Zunächst gab Bürgermeister Josef Deichl die Beschlüsse aus nichtöffentlicher Sitzung bekannt, die nicht mehr der Geheimhaltung bedurften:

Vergabe der Erschließung des Baugebietes West IV in Schmidgaden an die Firma Seebauer für 1 532 000 Euro; Überarbeitung der EDV-Anlage in der Verwaltung für 8 736 Euro an die Firma DataJob in Schwarzenfeld; Straßenbau in Rottendorf mit 2 120 723 Euro an die Firma Scharnagl aus Weiden. Das Jahresbudget für die vier Gemeindefeuerwehren beträgt 28 900 Euro. Notwendige Straßensanierungen wurden für 86 327 Euro an die Firma Huber & Rappl vergeben.

Keine Abweichung

Der nächste Tagesordnungspunkt beinhaltete die Bauanträge. Der erste Bauantrag beschäftigte den Gemeinderat schon öfter: der Antrag von Andrea und Christian Pfab aus Ursensollen auf Errichtung eines Mehrfamilienwohnhauses in der Hauptstraße in Schmidgaden. Bei dem Grundstück unmittelbar unter der Friedhofmauer in Schmidgaden handelt es sich um eine ehemalige Hofstelle. Diese wurde mittlerweile komplett abgerissen, lediglich das Wohnhaus blieb stehen, ein zweistöckiges Gebäude. Die Bauwerber möchten nun dort ein Mehrfamilienhaus errichten.

Bei der ersten Planung, die der Bauwerber vorgelegt hatte, hatte der Gemeinderat ein Problem mit der Höhe des Gebäudes. Die Räte legten damals fest, dass die Höhe des neuen Mehrfamilienhauses maximal einen Meter höher sein dürfe als der First des bestehenden Wohnhauses. An dieser Sitzung nahmen der Bauwerber teil sowie der Architekt des Bauwerbers Willi Schmid aus Regensburg. Dieser legte nun die neue Planung des Mehrfamilienhauses dem Gemeinderat vor.

In dem Komplex, der sich an die bisherigen Grenzen der alten Hofstelle hält, sind neun Wohnungen geplant auf drei Stockwerken. Entsprechende Parkplätze wären vorhanden. Das neue Gebäude ist höher als das bestehende Gebäude, allerdings mehr als die vom Gemeinderat fest gesetzte maximale Höhe. Laut Auskunft des Architekten überschreitet es die Höhe um etwa eine halbe Höhe eines Geschosses, also 1,35 bis 1,50 Meter. Wenn die geforderte Höhe eingehalten werden soll, müsste auf drei Wohnungen verzichtet werden.

Der Gemeinderat war mit dieser Aussage nicht einverstanden und bestand auf seinen Vorgaben. Zu einer Abstimmung bezüglich einer gemeindlichen Einvernahme kam es nicht. Das vorgelegte Zahlenwerk genügte dem Gemeinderat nicht.

Mehrere Zustimmungen

Dagegen bekam das gemeindliche Einvernehmen ein Antrag aus Rottendorf auf Errichtung einer Garage mit Lager am Steigäckerweg. Dem Plan über die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Technikraum und Garage in Rottendorf wurde ebenfalls zugestimmt. Ebenfalls das gemeindliche Einvernehmen erhielt das Bauvorhaben auf Neubau eines Betriebsgebäudes mit Büro- und Sozialräumen, Hausmeister- und Betriebsleiterwohnung im Gewerbegebiet Trisching. Für einen immissionsschutzrechtlichen Antrag aus Rottendorf zur Änderung der Beschaffenheit und des Betriebes der bestehenden Biogasanlage in Rottendorf war eine zweite Beschlussfassung notwendig, die einstimmig erfolgt ist. In einem weiteren Beschluss erkannte der Gemeinderat den Bedarf des neu zu bauenden Kindergartens an.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.