24.07.2019 - 16:22 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Verkehr an der Staatsstraße 2040 verlangsamen

Die Gemeinde wird ein Planungsbüro beauftragen, das ein Konzept für die Verkehrsberuhigung an der Staatsstraße 2040 erstellt. Dies ist das Ergebnis der Verkehrsschau.

Rupert Bauer erklärt den Anwesenden die Forderungen der Initiative.
von Richard AltmannProfil

Auf Initiative von Rupert Bauer bildete sich die "Initiative Lärm & Geschwindigkeitsreduzierung an der Staatsstraße 2040" in Schmidgaden und Trisching. Das Verkehrsaufkommen habe in den vergangenen zehn Jahren, seit die Staatsstraße als Autobahnzubringer der A6 dient, zugenommen. Bei einem Ortstermin im Mai wurde unter anderem eine Verkehrsschau vereinbart.

Treffpunkt dazu war die Ecke Staatsstraße 2040/Flugplatzstraße. Vonseiten des Landratsamtes kamen vom Amt für Verkehrswesen Thomas Pröls und Lukas König, der Polizei Nabburg Markus Bruckmeier und Dieter Jäger, bei der PI Schwandorf Sachbearbeiter für das Unfallgeschehen im Landkreis. Die zuständige Baubehörde wurde vertreten von Leitendem Baudirektor Henner Wasmuth, die Gemeinde durch Bürgermeister Josef Deichl und einige Gemeinderäte. Von den politischen Mandatsträgern waren MdB Marianne Schieder und stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl anwesend.

Keine 30er Zone

Rupert Bauer verdeutlichte mit vier Schaubildern, worauf es der Initiative ankomme. Zum einen ist es eine Geschwindigkeitsbegrenzung in den Ortsdurchfahrten Schmidgaden und Trisching auf Tempo 30. Hierzu sagte Wasmuth, dies sei nur möglich, wenn eine Schule oder ein Kindergarten an der Staatsstraße liege. Tempo-30-Zonen bei übergeordneten Straßen seien gesetzlich eng begrenzt. Die Initiative wünsche auch, das Ortsschild am Ortsausgang in Schmidgaden Richtung Trisching zu versetzen. Dies gestalte sich als schwierig, so Thomas Pröls vom Landratsamt, da dies mit der Bebauung zu tun habe.

Eine weitere Forderung unter dem Bereich Sofortmaßnahmen ist, die Geschwindigkeit vor dem Ortseingang auf 70 km/h zu begrenzen. Dies könne geprüft werden. Mittelfristig sprach sich Bauer für Poller aus, um den Verkehr zu verlangsamen. Dem widersprach Henner Wasmuth. Es gebe rechtliche Probleme, künstliche Hindernisse zu bauen. Von einer Fahrbahnverengung, die auch als Querungshilfe helfen könne, zeigte sich der Leiter des Staatlichen Bauamtes Wasmuth weniger abgeneigt. Feste Blitzer, wie von Bauer vorgeschlagen, seien in Bayern ebenfalls mit rechtlichen Hindernissen behaftet, so die Vertreter des Landratsamtes und des Bauamtes.

Kreisverkehr gefordert

Entlang der Fahrbahn könnten zu den Anwesen Schutzwände entstehen. Das sei Sache der Grundstückseigentümer. Staatliche Mittel gibt es laut Wasmuth nicht. Des weiteren befürwortet die Initiative zwei Kreisverkehre in Schmidgaden und einen in Trisching. Wasmuth führte erneut gesetzliche Regelungen an, weshalb dies nicht so einfach sei. Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder fragte nach, warum es im Landkreis Cham so einfach sei, Kreisverkehre einzurichten. Sie bat darum, die rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen. In Trisching gebe es allerdings ein Platzproblem. Die Kreuzung reiche nicht für einen Kreisel aus. Hier müsse in jedem Fall eine andere Lösung gefunden werden

Beim Fahrbahnbelag sei etwas zu machen. Wasmuth dämpfte aber die Erwartungen in Sachen Lärmverringerung. Hier werde sowieso normal langsam gefahren. Außerdem führte Bauer die aktuellen Gefahrenstellen noch einmal auf, zum Beispiel fehlende Fußwege an der Staatsstraße in bestimmten Bereichen. Hier lägen Verantwortung und Baulast bei der Gemeinde. Fuß. und Radwege würden im Nichts enden. Querungen oder Anschlüsse würden fehlen.

Auch Bushaltestellen bildeten Gefahrenstellen für die Wartenden. Hier könne mit baulichen Maßnahmen etwas verändert werden, so beide Behördenvertreter. Die Verkehrsschau setzte sich in der Inzendorfer Straße in Schmidgaden fort und endete in Trisching an der Kreuzung. Am Schluss einigte man sich darauf, dass die Gemeinde ein Planungsbüro für ein Gesamtkonzept beauftrage. Danach werde zusammen mit dem Bauamt ausgelotet, was alles umgesetzt werden könne.

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