04.03.2020 - 15:35 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Zehn Fragen an zwei Kandidaten

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Amtsinhaber Josef Deichl und Hans-Jürgen Flierl bewerben sich in der Gemeinde Schmidgaden um das Bürgermeisteramt. Im Vorfeld der Wahl beantworten sie zehn Fragen von Oberpfalz-Medien.

Amtsinhaber Josef Deichl (Gemeindewohl) möchte weitere sechs Jahre Bürgermeister bleiben.
von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Seit sechs Jahren ist Josef Deichl Bürgermeister der Gemeinde Schmidgaden. Bei der Wahl im Jahr 2014 löste er das amtierende Gemeindeoberhaupt Rudolf Birner ab, der seinerseits 2008 die Nachfolge von Johann Prifling angetreten hatte. Beim Urnengang vor sechs Jahren erreichte Josef Deichl, der auf der Liste "Gemeindewohl" kandidiert, 54,07 Prozent der Stimmen und wurde damit zum neuen Oberhaupt der Gemeinde Schmidgaden gewählt. Auch in diesem Jahr kämpfen zwei Kandidaten um den Chefsessel im Rathaus: Amtsinhaber Josef Deichl bewirbt sich für eine weitere Amtszeit als Bürgermeister. Sein Herausforderer ist Hans-Jürgen Flierl. Er kandidiert auf der Liste der Freien Wählergemeinschaft Trisching.

Vor der Kommunalwahl am 15. März stellte unsere Zeitung "Der neue Tag" beiden Kandidaten für das Bürgermeisteramt der Gemeinde Schmidgaden zehn Fragen. Ihre Antworten sind auf dieser Seite zu lesen.

ONETZ: Name, Alter, Familienstand, Beruf

Deichl: Josef Deichl, 55 Jahre, verheiratet, seit Mai 2014 Bürgermeister

Flierl: Hans-Jürgen Flierl, 44 Jahre, verheiratet, Key Account Manager im Maschinenbau

Hans-Jürgen Flierl kandidiert auf der Liste der Freien Wählergemeinschaft Trisching.

ONETZ: Braucht die Gemeinde einen neuen Mann an der Spitze?

Deichl: Nein. Als aktiver Bürgermeister habe ich mit dem Gemeinderat sämtliche Themen der örtlichen Kommunalpolitik analysiert und abgearbeitet. Wir haben keine Schulden, die Arbeitsplätze im Gemeindebereich konnten wir erhöhen. Die Gemeinde sehe ich als Dienstleister für die Bürger.

Flierl: Ein Wechsel ist dringend erforderlich. Als Bürgermeister würde ich die Ortschaften zusammenführen und die Lücken der fehlenden Gesprächskultur füllen.

ONETZ: Warum kandidieren Sie?

Deichl: Ich möchte mich für meine Heimatkommune weiterhin engagieren. Für mich besteht die Herausforderung darin, die Gemeinde in allen Ortsteilen weiter zu entwickeln, den örtlichen Erfordernissen anzupassen und den Wohnwert und das Ehrenamt in der Gemeinde hoch zu halten.

Flierl: Um Schmidgaden voranzubringen und Positives zu bewegen. Die Bürger unserer Gemeinde liegen mir am Herzen und haben es verdient, fair behandelt zu werden. Es ist Zeit, die Gemeinde moderner, nachhaltiger und zukunftsorientierter zu gestalten.

ONETZ: Was unterscheidet Sie von Ihrem Gegenkandidaten?

Deichl: Als aktiver Bürgermeister kenne ich die Probleme der Bürger. Ich habe kommunalpolitische Erfahrungen und ein Netzwerk zu den Behörden, Firmen und Bürgern. Ein Bewerber ohne kommunalpolitische Erfahrung bräuchte hingegen eine Einarbeitungszeit in die Aufgaben.

Flierl: Berücksichtige alle Bürgerinnen und Bürger der gesamten Gemeinde; stehe für mehr Transparenz, Menschlichkeit und Fairness; habe ehrliches Interesse an Bürgeranliegen; denke in Lösungen, nicht in Problemen; bin parteiunabhängig, ohne Altlasten.

ONETZ: Wie wollen Sie die Gemeinde weiterentwickeln?

Deichl: Wir müssen weiterhin realistische Ziele mit dem Gemeinderat und den Bürgern umsetzen. Hauptthemen sind aktuell der Kindergartenneubau, die Sanierung der Infrastruktur in Rottendorf, Straßenverkehrskonzepte in Trisching und Schmidgaden. Stillstand ist Rückschritt.

Flierl: Dem demografischen Wandel entgegenwirken, mit IHK und HWK neue Gewerbe ansiedeln, Tourismus fördern, Rohdiamant Magdalenental erschließen, Fahrradwege ausbauen, Mobilität verbessern, Pilotprojekte starten und Modernisieren durch Digitalisierung.

ONETZ: Wo besteht der dringendste Handlungsbedarf?

Deichl: In den vergangenen sechs Jahren wurden bereits sehr viele Projekte aufgegriffen und den steigenden Anforderungen angepasst. Handlungsbedarf besteht weiterhin in allen Bereichen. Hier ist mit den neuen Gemeinderäten zu beraten, wie es mit der Gemeindeentwicklung vorangehen soll.

Flierl: Vertrauen der Bürger wieder zurückgewinnen, die Ortschaften zusammenführen, Bürger durch moderne Kommunikation und eine Gemeindezeitung umfassend informieren sowie Verhandlungen für Bau- und Industriegebiete wieder aufnehmen und erfolgreich abschließen.

ONETZ: Nennen Sie Ziele, die Sie in Ihrer Amtszeit gerne verwirklichen würden.

Deichl: Es ist schwierig, sich auf einige wenige Ziele zu begrenzen. Als Projekte möchte ich die Ortskerne der einzelnen Dörfer, betreutes Wohnen, Baugebiete, Rathaus, Schulen, Kindergarten und Friedhöfe nennen. Voraussetzung hierfür ist die Leistungsfähigkeit und die Akzeptanz.

Flierl: SeLa-Programm „Selbstbestimmt Leben im Alter“; medizinische Versorgung durch einen Arzt; Flächen für neue Baugebiete; Radwegnetz ausbauen; Verkehrssicherheit erhöhen; Betreuungsangebote für Junge und Alte erweitern; Lebenswiese für neugeborene Kinder.

ONETZ: Was wollen Sie tun, um die Wogen in Sachen Wasserversorgung zu glätten?

Deichl: Wir haben in den letzten sechs Jahren einen Investitionsstau der Brudersdorfer Gruppe abgearbeitet. Günstig wäre ein einheitlicher Wasserpreis. Um dies zu erreichen, müssen die rechtlichen Hürden mit den zuständigen Versorgern einvernehmlich geregelt werden.

Flierl: Das Wichtigste ist, die Bürger besser zu informieren, das Projekt transparenter gestalten, um den Nährboden für Interpretation zu beseitigen. Förderungen ausloten und die weiteren Bauabschnitte prüfen, um das Beste zu erreichen.

ONETZ: Was braucht die Gemeinde, um fit zu sein für die Zukunft?

Deichl: Eine Gemeinde braucht motivierte Bürger, Mitarbeiter, reges Vereinsleben und einen vorausschauenden Gemeinderat. Dies bildet die Grundlage, dass demokratische Entscheidungen akzeptiert werden und alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Flierl: Einen neuen Bürgermeister mit zufriedenen Bürgerinnen und Bürgern; nachhaltige Projekte; Erhöhung der Handlungsfähigkeit; vernünftige Haushaltsführung; Wachstum; Reduzieren des Energieverbrauchs in der Gemeinde; Neuansiedlung von Gewerbe und Industrie.

ONETZ: Was sind Ihre liebsten Freizeitbeschäftigungen?

Deichl: Ich lebe das Amt des Bürgermeisters seit 2014 in vollen Zügen. Meine Hobbys sind Kegeln und Skifahren. Sehr gerne bin ich handwerklich im Garten und Haus aktiv. Um die notwendige Entspannung und Distanz zu meiner fordernden Aufgabe als Bürgermeister zu bekommen, reise ich sehr gerne.

Flierl: Zeit mit meiner Familie und Freunden genießen, Fahrradfahren, Wandern und Bergsteigen.

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