Die Idee wurde vor sechs Jahren geboren: Das Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft animierte junge Menschen, sich in Mitgliedsbetrieben einen Eindruck von den beruflichen Möglichkeiten zu verschaffen, indem sie selbst tätig werden. Start war in der Oberpfalz mit den Firmen Quadrus, Emz und Horsch. Jährlich sollte zwischen den Regierungsbezirken gewechselt werden. Die Oberpfälzer Firmen wollte jedoch daran festhalten und übernahmen das Konzept des Verbandes als Follower-Projekt. Zwölf Jugendliche aus Mittel- und Realschulen wurden heuer in das vom Schulamt organisierten Camp eingeladen. Die Jugendlichen betreuten in einer Jugendherberge Martin Hillebrand und Magdalena Steb. Neben den handwerklichen Fertigkeiten geht es auch um die Förderung der Sozialkompetenz und Teamfähigkeit.
Die Abschlussveranstaltung mit den Teilnehmern, Eltern und Firmenvertretern ging bei der Firma Quadrus in Schmidgaden über die Bühne. Gekommen waren Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl, der Schmidgadener Bürgermeister Josef Deichl und der Vorsitzende des Bayerischen Metallarbeitgeberverbandes, Hermann Brandl. Durch die Veranstaltung führte Schulamtsdirektorin Renate Vettori, die von Seiten des Schulamtes dieses Projekt von Beginn an betreut. Sie dankte den Firmen, dass sie sich wieder dazu bereit erklärt haben, den Jugendlichen die Berufswelt nahe zu bringen. Hans Maier, einer der Geschäftsführer der Firma Quadrus, freute sich: "Die Jugendlichen waren sehr motiviert und erfüllten ihre Aufgaben hervorragend". Bürgermeister Josef Deichl erinnerte sich daran, wie er selbst in jungen Jahren einen Ausbildungsplatz suchte und fast darum betteln musste. "Heute hat sich die Situation geändert, die Firmen müssen schauen, wo sie ihren zukünftigen Nachwuchs herbekommen. Denn nur gut ausgebildete Fachkräfte sichern den Erfolg des Unternehmens".
Dann waren die Jugendlichen mit ihren Statements am Zug. In den Firmen Horsch, EMZ und Quadrus entstanden diejenigen Teile, die gebraucht werden, um einen fahrtüchtigen Katamaran zu bauen. Dabei hatten die Jugendlichen auch die Gelegenheit, den jeweiligen Betrieb kennen zu lernen. Die Ausbildungsleiter Anton Grauvogl (Horsch), Helmut Schönberger (EMZ) und Dominik Bösl (Quadrus) waren sehr zufrieden. Das Camp zeige jungen Menschen, welche berufliche Möglichkeiten es in der Metall- und Elektroindustrie gebe. Für die Betreuung der Jugendlichen erhielten Christian Graf (Horsch), Markus Block (EMZ), Dominik Bösl (Quadrus) sowie Schulamtsdirektorin Renate Vettori eine Auszeichnung des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft. Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl verwies darauf, dass der Landkreis Schwandorf einer der wirtschaftlich Erfolgreichsten sei und ein gutes Angebot an weiterführenden Schulen vorweise. Der Vorsitzende des Bayerischen Metallarbeitgeberverbandes, Hermann Brandl, bezeichnete die Zukunftschancen in der Metall- und Elektroindustrie, als hervorragend. Der Arbeitgeberverband unterstütze die Camps nach Kräften, denn es gelte, sich frühzeitig um den Nachwuchs zu bemühen.
















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