10.05.2019 - 14:49 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Bezirksjugendorchester begeistert

Es gehört zur Tradition, dass nach einer Probenwoche im Salesianerkloster Ensdorf die Mitglieder des Bezirksorchesters der Oberpfalz des Nordbayerischen Musikbundes zu einem Abschlusskonzert einladen. Heuer fiel die Wahl auf Schmidmühlen.

Das Bezirksjugendorchester des Nordbayerischen Musikbundes spielte zum Abschluss der Probentage in Schmidmühlen auf.
von Paul BöhmProfil
Mittendrin im Orchester war auch der Schmidmühlener Dirigent Christian Bäuml (rotes Leibchen) mit seinem Waldhorn auszumachen.
Wenn alle Register üppig besetzt sind, wie hier bei den Saxophonen, macht das Musizieren besonders Spaß.
Konzertante Blasmusik hat das Bezirksjugendorchester mit seinem Dirigenten Michael Schäfer nach Schmidmühlen mitgebracht.

Sichtlich stolz machte das die Mitglieder der Blaskapelle St. Ägidius. Gut 80 Musiker von 26 Blaskapellen aus der gesamten Oberpfalz zeigten mit dem Konzert, dass der nordbayerische Musikbund mit seiner Ausbildung auf dem richtigen Weg ist.

An diesem Abend gehöre es sich, Dank zu sagen, dass dieses "Highlight der konzertanten Blasmusik" zustande gekommen ist, meinte Bezirksvorsitzender Gerhard Engel. Damit richtete er sich an Kulturreferent und Bezirksrat Richard Gaßner, Landratsstellvertreterin Brigitte Bachmann und Schmidmühlens Bürgermeister Peter Braun. Die sich neben vielen anderen "guten Geistern" um die Organisation dieser Musikwoche gekümmert hätten.

Die Leitung der Probenwoche und die Konzertvorbereitung hatte Michael Schäfer inne. Durch das Programm führten Karina Höcherl und Niklas Winterstein mit vielen launischen Beiträgen zu den Stücken, aber auch zu ganz aktuellen Geschichten, die sich an den Probentagen zugetragen hatten.

Dazu gehörte auch, nach dem Stück "Gimme some lovin" spontan einen Flashmob zu kreieren und die Menschen einmal ohne Dirigent mitzunehmen. Arrangiert hatte das Stück Alexander Schmiedl, der selbst im Orchester Altsaxophon spielt. Mittendrin im Geschehen war auch der neue Dirigent der Blaskapelle, Christian Bäuml. Mit dem von ihm arrangierten "Dr. Eisenbart-Marsch" kurierte er die Zuhörer allesamt mit Musik und guter Laune - ganz ohne Rezept, nur nach Noten, versteht sich. Da war der Bohemian Gallop, in Musikerkreisen auch als "Böhmischer Galopp" bekannt, zu hören und der "Second Walz" als eine Jazz-Suite. "Ein Stück, das lange Zeit verschollen war", hörte man von den beiden Konzertplauderern.

Gemeinsam bestiegen Zuhörer und Musiker den Nanga Parbat nach dem Konzertwerk von Michael Geisler. Erlebten die Euphorie der Bergsteiger in der Talstation, den Aufstieg mit Hindernissen samt einer Lawine und letztendlich den Blick auf die Könige der Welt. Ausruhen, entspannen und zurücklehnen war mit der sanften Ballade samt Variationen im Swing-Rhythmus zur Komposition "Concerto d´Amore" von Jakob de Haan angesagt. Im Abteil der 1. Klasse nahm das Konzertorchester seine Gäste mit dem Stück "The Great Locomitive Chase" mit auf eine historische Jagd. Eine Sabotage-Aktion aus dem amerikanischen Bürgerkrieg. Die Musiker ließen das Luftschiff Hindenburg steigen und den Zeppelin ein paar Runden über dem Markt Schmidmühlen kreisen.

"How to train your Dragon" war die musische Begleitung zum 3D-Computeranimationsfilm "Drachenzähmen leicht gemacht". Zu Ehren des Altmeisters Joe Cocker gab das Orchester ein Medley mit Passagen aus "You can leave your Hat on", "Don´t let me be missunderstood" und seinem unvergessenen "Summer in the City" zum Besten. "The Way old Friends do" war eine Hommage an die legendäre schwedische Popgruppe Abba mit einigen ihrer größten Erfolge - im Blaskapellen-Sound.

Mit stehenden Ovationen erklatschten sich die Zuschauer Zugaben. "Wir Musikanten" und der Marsch "Neue Welt" waren letztendlich die musikalischen Absacker des Konzertabends mit Michael Schäfer am Dirigentenpult.

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