25.02.2020 - 17:31 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Fast trockenes Faschingstreiben in Schmidmühlen

Die Schmidmühlener Narren überqueren (fast) trockenen Fußes die Zielgerade am Faschingsdienstag: Bei ihrem Umzug dominieren lokale Themen, die aufs Korn genommen werden, und die Nachbarschaftshilfe.

von Paul BöhmProfil

Die Sache mit dem Wetter haben die Faschingsbegeisterten in Schmidmühlen noch einigermaßen hingebogen - auch wenn die eine oder andere Wasserlache auf der Straße stand. „Macht nix, wir feiern trotzdem“, hatte Komitee-Präsident Manuel Wein gesagt. Rund 1000 Zuschauer waren auf den Beinen - und wohl die gleiche Anzahl an Regenschirmen waren auf der Straße zu sehen.

Neben viel wummernder Musik aus der Dose gaben die Schlossgeisterkapelle aus Dietldorf und die Hausherrnkapelle von St. Ägidius den Takt vor. Dazu gesellten sich die Faschingsgesellschaften aus Dietldorf, die Nachbarn aus Rieden und die Schnaittenbacher. Die Kaolinstädter schon deswegen, weil ihre Präsidentin Regina Merkl eine echte Schmidmühlenerin ist.

Die Eitlbrunner hatten kurzerhand ihre Après-Ski-Party nach Schmidmühlen verlegt. Den Transport übernahmen die Burschen aus Diesenbach mit einer riesigen Postkutsche aus dem Wilden Westen. Beim Umzug wurde deutlich: Die Schmidmühlener Hexen sind anscheinend alle beim Hexenzahnarzt in Behandlung gewesen. Werbung in eigener Sache übernahmen beim Zug hingegen die Kirwaleit ebenso wie die Feuerwehrcrew, die heuer zum Jubelfest auf eine Stippvisite von Markus Söder zählen können.

Sogar der Bad-Cafe-Zirkus aus Rieden war zu einer Sondervorstellung angereist. Dass der Ensdorfer Edekamarkt wohl länger dauert als die Fertigstellung des Berliner Flughafens - diesen Zusammenhang hat eine Gruppe junger Leute durch den Faschingskakao gezogen. Mit einem Zoo verglichen die Kirwaleute aus Allersburg und Flügensbuch die Arbeit in manchen Gemeindeparlamenten. Die Winbucher hatten als Kulturbeitrag einen kunterbunten Mottowagen ins Faschingszentrum des Südens gerollt. Dass man sich in Schmidmühlen und Emhof besonders gut versteht, hat man im Zug auch miterleben können.

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