07.06.2019 - 14:59 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Fischer staunen über Artenvielfalt in der Vils

Arbeiten am neuen Vereinsgebäude, Artenschutz, Säuberungsaktion an den Gewässern, Schulungen der Jugend – die Liste der Aktionen des Fischereivereins Schmidmühlen ist damit noch nicht komplett.

Die erfolgreichen Teilnehmer am Hegefischen des Fischereivereins Schmidmühlen mit stellvertretendem Vorsitzenden Richard Sander (links).
von Autor POPProfil

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendetwas an Arbeiten ansteht. Insbesondere am neuen Vereinsheim wird mehrere Tage in der Woche gewerkelt. Aktuell wurde das Pflastern im Außenbereich weitgehend abgeschlossen.

Innen werden die Räume allmählich nutzbar gemacht. Aber damit ist es nicht getan, die "normale" Vereinsarbeit - Pflege der Gewässer - geht ebenfalls weiter. Ein besonderes Augenmerk richten die Mitglieder des Fischereivereins immer auch auf den Erhalt der Artenvielfalt.

Zahlreiche Maßnahmen dafür bleiben dem Betrachter meist verborgen, weil sich die Erfolge unter Wasser einstellen. Dazu gehören immer wieder verschiedene Maßnahmen, so die jährlichen Besatzmaßnahmen mit den fischereilich weniger bekannten Arten, wie der Barbe oder Nase oder mit dem Besatz von Rutten, um diesen bedrohten Fischarten in unserer Region ein Überleben zu ermöglichen.

Zu dieser Pflege am Gewässer gehört jedes Jahr auch eine Bestandsaufnahme mittels eines Hegefischens. Heuer beteiligten sich 43 Mitglieder.

Dieses hat allerdings beim Fischereiverein keinen Wettbewerbscharakter, sondern dient mit der Erfassung des Fangs zugleich auch der Analyse des Fischbestandes und der Erkennung von Krankheiten. Es soll einmal im Jahr eine Antwort auf die Frage gefunden werden: "Welchen Erfolg hat unsere Arbeit am Gewässer?"

Einer Tradition bleibt man aber treu, dass derjenige Angler, der den größten Fisch herauszieht, die Königswürde erhält. Die Vorgaben mit Blick auf den Tierschutz sind hoch. Schon im Vorfeld wies der Vorstand darauf hin, dass die Belange der Pflanzen und Tiere im und am Gewässer zu beachten sind.

Mit dem Fischbestand können die Mitglieder durchaus zufrieden sein. Alle gefangenen Exemplare in der Vils, in den Weihern und Seen des Vereins waren gesund. Es zeigte sich auch, dass die Artenvielfalt in den Gewässern groß ist: Gras-, Schuppen- und Siegelkarpfen, Hecht, Brachse, Karausche und Rotaugen konnten erfasst werden. Fischerkönig wurde in der Jugend Philipp Schwarzenberger mit einem Schuppenkarpfen (2940 Gramm). Bei den Erwachsenen errang die Würde des Fischerkönig Hans-Jürgen Götz, mit einem Graskarpfen (7180 Gramm). Gesamtsieger wurde Stefan Sander, der 9120 Gramm Fische fing. Bei der Abschlussbesprechung dankte Zweiter Vorsitzender Richard Sander für die Mitwirkung bei dieser Bestandsaufnahme. Insgesamt wurden knapp 34,430 Kilo Speisefisch gefangen, die auch verwertet werden.

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