07.03.2019 - 14:23 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Fleckerlteppich wird repariert

Der Ausbau der Harschofer Straße und die Gewerkevergaben für den Weiterbau des Bauhofes sind die „geldigen“ Themen im Marktgemeinderat. Auch das Thema Trinkwasser beschäftigte das Gremium.

Es ist schon ein rechter Fleckerlteppich! Der Ausbau der Harschhofer Straße beginnt im Mai 2019. Die Gesamtbaukosten liegen bei 2,1 Millionen Euro.
von Paul BöhmProfil
Die Hammerstraße ist die einzige Zufahrt zum Hammerschlossareal samt Schlosstadel. Die Veranstaltungen sind mehr geworden und damit auch das Parkproblem. Dem wird jetzt der Markt Schmidmühlen gegensteuern. Gedacht ist unter anderem an ein einseitiges Halteverbot.

Strategische Verbundleitungen sollen die Vorsorge treffen, dass in künftigen Jahren keine Engpässe mit der Versorgung von Trinkwasser entstehen können. Als fachkundigen Referenten hieß Bürgermeister Peter Braun Franz Herrler, den Sprecher der Kooperation „Trinkwasserschutz Oberpfälzer Jura“ vom Zweckverband der Laaber-Naab willkommen.

Wie Braun anmerkte, hat Schmidmühlen einen aktiven Wasserverbund mit Hohenburg. Über das Winbucher Netz wird regelmäßig Trinkwasser zugeführt, um die Leitungen keimfrei zu halten. Ein weiterer Notverbund besteht mit dem Zweckverband der Vils-Naab-Gruppe im Bereich von Harschhof. Hier hat die Kommune die Möglichkeit, Trinkwasser aus dem Zweckverband der Vils-Naab Gruppe ins Schmidmühlener Netz einzuspeisen.

Dass eine Kooperation Trinkwasserschutz in den vergangenen Jahren wegen der trockenen Sommermonate in den Gemeinden sehr oft diskutiert wurde, darüber berichtete Franz Herrler. Dem Zweckverband gehören neben den Stadtwerken Burglengenfeld auch die Stadt Maxhütte, der Markt Regenstauf, die Stadt Velburg und verschiedene Gemeinden aus dem Laabertal an. Wie in der Sitzung zu hören war, kümmert sich der Zweckverband um das Leitungsnetz in den angeschlossenen Gemeinden. „Zwölf Wasserversorger gehören derzeit zum Verbund." Die Schutzgebietsfläche umfasst etwa 15 000 Hektar. Versorgt werden etwa 400 000 Einwohner mit Trinkwasser.

Die Kooperation kümmert sich um die Einzugs- und Schutzgebiete. Sie erstellt individuelle „Schutzfunktionskarten“ und berät Kommunen und andere Nutzer bei der Betreuung der Wasserleitungsnetze. „Dazu gehört natürlich eine umfassende Datenbank mit Zugriff der jeweiligen Kommune auf ihre Daten“, so Herrler.

Um einen guten Trinkwasserschutz zu gewährleisten muss man nicht nur die Wasserqualität im Blickfeld haben, sondern auch die Risiken aus der Landwirtschaft, Gewerbe, Bahn, Autobahn, Straßen, Dolinen, Altlasten, Hochwasser, Forstwirtschaft und Siedlungen, so der Referent. „Die Erstellung einer Gefährdungsanalyse und die Umsetzung eines Überwachungskonzeptes sind die ersten Schritte zur Abschätzung von Versorgungerisiken, so Herrler. „Man muss auch wissen, dass unser gefördertes Trinkwasser fast 30 Jahre alt ist.“ Zum Programm gehört auch eine Schulung der Wassermeister und -warte der angeschlossenen Kommunen. Vom Freistaat Bayern gibt es derzeit noch gute Fördermöglichkeiten, war bei Sitzung zu hören. In der Märzsitzung will der Marktgemeinderat in Schmidmühlen darüber entscheiden, ob er der Kooperation „Trinkwasserschutz Oberpfälzer Jura" beitritt.

Thema im Marktgemeinderat war auch die Verkehrsführung in der Hammerstraße. Mit Zunahme der Veranstaltungen im Schlossstadel und im Hammerschloss sind auch die Zufahrtsprobleme und ist vor allem die Parkplatzsuche gewachsen. Dazu hat es in den vergangenen Wochen auch eine Verkehrsschau zusammen mit dem Landratsamt, der Polizei, der Verwaltung und der Feuerwehr gegeben.

Wie Peter Braun anmerkte, hat man sich entschieden, dass den Anwohnern immer eine vernünftige Zufahrt offen gehalten werden muss. In Absprache mit den Anliegern wird ein absolutes einseitiges Halteverbot umgesetzt, so der Bürgermeister. Die Gemeinde wird künftig darauf achten, dass die Straße uneingeschränkt als Feuerwehrzufahrt offen gehalten wird, notfalls mit Hilfe der Verkehrsüberwachung. Es ist auch daran gedacht worden, einen Feuerwehrstellplatz vor dem Hammerschloss einzurichten, war in der Sitzung zu hören. Braun: „Aber da appelliere ich an die gute Parkdisziplin der Nutzer, dass man ohne große Eingriffe auch so zurecht kommen kann."

Wie der Bürgermeister informierte, wird mit den Straßenbauarbeiten im Bereich der Harschhofer Straße im 2019 begonnen. Die Ausbaukosten belaufen sich auf 2,1 Millionen Euro. Eine Anliegerversammlung wird es in den nächsten Wochen geben, so die Information im Marktgemeinderat. Für den Bauhofweiterbau wurden die Fensterbauarbeiten, der Innen- und Außenputz, die Estricharbeiten, Fliesen, der Trockenbau die Industrietore und Brandschutztüren sowie die Außentüren und die Elektroinstallation vergeben.

Die Bürgerversammlungen im Marktgemeindebereich sind am Freitag, 22. März, um 19 Uhr im Gasthaus Bauer in Emhof und am Samstag, 23. März, um 18 Uhr im Gasthof Lindenhof.

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