Ihren 85. Geburtstag konnte Sigrid Ort aus Schmidmühlen im Kreise ihrer Familie sowie zahlreicher Freunde, Nachbarn und Bekannten feiern. Zu den Gratulanten zählten auch Bürgermeister Daniel Sandner sowie Pfarrer Norbert Große für die Pfarrei St. Ägidius.
Die Lebensgeschichte der Jubilarin ist eng mit den Ereignissen der Nachkriegszeit verbunden. Sigrid Ort wurde im Juni 1941 in Breslau in Schlesien geboren. Bereits im Alter von drei Jahren musste sie gemeinsam mit ihren Eltern und den sieben Geschwistern vor der heranrückenden Roten Armee fliehen. Wie viele andere Vertriebene verschlug es die Familie schließlich in die Oberpfalz. Wie zahlreiche Flüchtlingsfamilien aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten fanden sie in Schmidmühlen eine neue Heimat.
Fest verwurzelt
Es wurde für die Jubilarin bald mehr als nur ein Zufluchtsort. Hier verbrachte sie ihre Kindheit, besuchte zunächst den Kindergarten und anschließend die Volksschule. Im Laufe ihres Lebens blieb sie ihrer neuen Heimat stets eng verbunden und ist bis heute fest in der Marktgemeinde verwurzelt.
Sigrit Ort blickt auf insgesamt 40 Berufsjahre zurück. Die letzten 25 Jahre ihrer Erwerbstätigkeit war sie bei Siemens beschäftigt, ehe sie in den Ruhestand wechselte. Ein besonderer Meilenstein in ihrem Leben war der 12. Mai 1961. An diesem Tag heiratete sie ihren Ehemann Manfred. Gemeinsam gründeten sie eine Familie und fanden in Schmidmühlen ihr dauerhaftes Zuhause. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.
Einen schweren Schicksalsschlag musste die Familie verkraften, als Sohn Manfred vor einigen Jahren viel zu früh verstarb. Umso mehr geben heute die Familie und die nachfolgenden Generationen Kraft und Freude. Vier Enkelkinder und vier Urenkel bereichern inzwischen das Leben der Jubilarin, ein weiteres Urenkelkind ist unterwegs.
Malen als Hobby
Auch mit 85 Jahren ist Sigrid Ort vielseitig interessiert. Besonders das Malen zählt nach wie vor zu ihren liebsten Hobbys. Darüber hinaus verfolgt sie aufmerksam das aktuelle Zeitgeschehen.
Ihren Ehrentag feierte die Jubilarin gemeinsam mit ihrer Familie sowie zahlreichen Wegbegleitern in fröhlicher Runde. Die vielen Glückwünsche und persönlichen Begegnungen machten deutlich, wie sehr sie in Schmidmühlen geschätzt wird und wie tief ihre Wurzeln in der Wahlheimat reichen.













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