10.03.2020 - 13:27 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Freie Wähler Schmidmühlen wollen mit Sachpolitik überzeugen

Zu einem aktuellen Themenabend luden die Freien Wähler des Landkreises zusammen mit den Freien Wählern Schmidmühlen in den Gasthof Lindenhof ein. Ehrengast war der parlamentarische Geschäftsführer der FW im Landtag, MdL Fabian Mehring.

Beim FW-Themenabend (von links): Michael Eckmeder, Kreisvorsitzender Albert Geitner, MdL Fabian Mehring, Landratskandidat Hans Martin Grötsch, Regina Armbruster und Bürgermeisterkandidat Thomas Wagner.
von Johann BauerProfil

Vorsitzender Michael Eckmeder spannte in einem kurzen Rückblick den Bogen von der Entstehung der Freien Wähler Ende der 70er-Jahre bis zum heutigen Tag, heißt es in einer Presseinfo. Kreisvorsitzender Albert Geitner ging auf Themen aus dem Bereich des Kreises ein, wie die Zustandserfassung aller Kreisstraßen durch ein unabhängiges Institut. "Dieser Bericht ist eine gute Grundlage für die Räte, die Sanierung der Kreisstraßen zielgerichtet umzusetzen", sagte Geitner. Im Anschluss stellte Bürgermeisterkandidat Thomas Wagner seine Schwerpunkte für die Zukunft des Marktes vor.

Hauptaufgabe vorgegeben

Mit dem Beschluss "innen vor außen" und dem Ankauf des Anwesens Goldener Anker mit umliegendem Areal, sei die Hauptaufgabe der nächsten Jahre bereits vorgegeben. Eine bedarfsgerechte Sanierung für seniorengerechtes Wohnen im Alter sei hier erstrebenswert. Dies könne in Form eines Altenheimes mit integriertem betreuten Wohnen und einem Gastronomiebetrieb erfolgen, was viele Vorteile bringen würde, so Wagner. Arbeitsplätze würden geschaffen, den Geschäften im Ort würden Mehreinnahmen generiert und ein altersgerechtes Wohnen im Herzen von Schmidmühlen mit kurzen Wegen sei möglich.

Weiterhin sei dadurch auch eine zukünftig gute ärztliche Versorgung für Schmidmühlen wahrscheinlicher. Man müsse bei Leerständen im Ort in Form einer kommunalen Förderung Interessenten die Option aufzeigen, Altbestände zu sanieren und somit zu beleben. Wagner schlug dazu eine Prämie pro saniertem Quadratmeter und eine kostenlose Beratung durch einen Architekten vor.

Zum Thema Nachhaltigkeit forderte der Bürgermeisterkandidat, dass der öffentliche Nahverkehr deutlich verbessert werden müsse. "Die Staatsstraße nach Burglengenfeld ist nur bis kurz vor der Ortschaft Eglsee ausgebaut", so Wagner, "da muss nachgehakt und nicht locker gelassen werden." Familien müssen besser unterstützt werden, so Wagner; als Schlagworte nannte er Spielplätze, Jugendzentrum, Skaterbahn.

"Starke Mitte Bayerns"

Ehrengast Fabian Mehring gab anschließend Einblicke in die Landespolitik. In seinem Vortrag zum Thema "Ein starkes Jahr für Bayern", erläuterte Mehring die Zusammenhänge von Landes- und kommunaler Politik. "Die FW sind die starke Mitte Bayerns", so Mehring, Linke und Rechte würden immer mehr Zulauf bekommen, deshalb sei Beständigkeit besonders wichtig. Mehr als verwundert sei er, dass in Aussicht stehende Mittel vonseiten des Wirtschaftsministeriums für die Anrainer der Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels von einigen CSU-geführten Kommunen im südlichen Landkreis abgelehnt werden. Hier werde offensichtlich vor der Kommunalwahl Parteipolitik betrieben, die zulasten der Kommunen gehe, so Mehring. Landratskandidat und stellvertretender Parteivorsitzender der FW Bayern, Hans Martin Grötsch, ging auch auf diese Thematik ein und verwies auf die sachorientierte Politik der FW. "Von unten nach oben und nicht umgekehrt", so Grötsch, "werden wir überzeugen." Zu Herausforderungen der Zukunft sprach er sich für den gemeinsamen Weg als Landkreis oder mit Nachbarkommunen aus. Zum Verkehr betonte Grötsch, nur ein Energiemix werde zielführend sein.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Videos aus der Region

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.