15.04.2019 - 14:30 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Gesundheitsvorsorge für Senioren: Mehr Leben in die Jahre bringen

Gesund alt werden: Geht das, oder ist im Alter "Hopfen und Malz verloren"? Ja, das geht, sagt Mediziner Dr. Roland Brey. Das "Wie" erklärt er in einer Vortragsreihe des Vereins zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter (Sega).

Tipps zum „Alt werden bei guter Gesundheit“ gab Gesundheitsamts-Chef Dr. Roland Brey, hier mit (von rechts) Bettina Hahn, Geschäftsführerin der evangelischen Erwachsenenbildung und Christine Werner, Schmidmühlens Seniorenbeauftragter.
von Paul BöhmProfil

Gesund alt werden: Geht das, oder ist im Alter "Hopfen und Malz verloren"? Kann man Erkrankungen wie Alzheimer oder Krebs vorbeugen und Pflegebedürftigkeit vermeiden? Einen Vortrag, "der Mut machen soll", nannte Dr. Roland Brey, Leiter des Gesundheitsamts Amberg-Sulzbach, seinen Beitrag zu der Vortragsreihe, die der Verein zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter (Sega), veranstaltet. Im Hammerschloss in Schmidmühlen gab Brey Tipps zum "Alt werden bei guter Gesundheit - Gesundheitsvorsorge für Senioren".

Eingeladen hatten die katholische und evangelische Kirchengemeinde, die Caritas-Sozialstation Ensdorf, das Seniorenmosaik Schmidmühlen, die Volkshochschule Amberg-Sulzbach, die VdK-Ortsverbände und das Sozialpsychiatrische Zentrum Amberg. "Mir geht es darum, nicht über Krankheiten zu reden, sondern mehr über Gesundheitsvorsorge zu sprechen", betonte Brey. Sein Thema lautete: Wie kann ich Krankheiten und Gebrechen minimieren?

Ohne Zweifel sei die Gesellschaft älter geworden. Aber dies werde oft sehr negativ dargestellt, so die Erfahrung des Referenten. Vielfach heiße es jetzt aber auch nicht mehr "Senioren" sondern "50-Plus-Gesellschaft".

Wichtig sei es, dem Leben nicht nur Jahre hinzuzufügen, sondern den Jahren Leben. Falsch wäre es laut Brey aber, aus der Gesundheit eine neue Religion zu machen. "Wir sollten die Faktoren beachten, die auf unsere Gesundheit Einfluss haben."

Der nächste Vortrag der Sega-Reihe beschäftigt sich am Mittwoch, 17. April, mit dem Thema "Glaube und seelische Gesundheit". Darüber spricht Sozialpädagoge Georg Pilhofer um 15 Uhr im Hammerschloss in Schmidmühlen.

Im Blickpunkt:

Wer rastet, der rostet

Auch ältere Menschen können sich mit kleinen sportlichen Betätigungen fit halten – diesen Tipp hatte Roland Brey. Aber es dürfe kein Leistungssport mehr sein. Jeder habe seine Lebensphilosophie, nach der er sich auch seinen Gesundheitsplan zusammenstellen sollte. Kurz: „Einer schafft mehr, der andere weniger. Eines aber ist wichtig: Für eine gute und ausreichende Schlafqualität zu sorgen.“ Wer rastet, der rostet, sei – dieser Spruch sei immer noch gültig. Bewegung sei wichtig, auch wenn sie manchmal schwer falle. „Ich nenne die Bewegung als eines der verkanntesten Heilmittel unserer Zeit“. Auch Senioren sollten sich etwas zutrauen. Und positiv denken.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.