12.07.2020 - 14:14 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Investor plant Photovoltaik-Anlage auf 2,5 Hektar in Schmidmühlen

Ein Investor plant auf 2,5 Hektar eine Photovoltaik-Freiflächenanlage in der Gemeinde Schmidmühlen. Bis mit dem Bau begonnen werden kann, gibt es noch einige gesetzliche Hürden zu überwinden.

Der Marktgemeinderat in Schmidmühlen hatte sich auch mit der Absicht für den Bau einer Freiflächen-Photovoltaikanlage zu befassen.
von Paul BöhmProfil

Wird am Rande von Schmidmühlen eine Photovoltaik-Freiflächenanlage gebaut? Mit dieser Frage hatte sich der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu befassen. Mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes mit integriertem Grünordnungsplan für die Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage auf den Flurstücken 572, 573 und 574 oberhalb des alten Steinbruches links der Bergheimer Straße wurde im Gremium ein erster Schritt gemacht. Doch gebaut werden kann die Anlage deshalb noch lange nicht. Das stellte sich in der anschließenden Diskussion heraus. Zunächst muss eine Vielzahl an gesetzlichen Hürden genommen werden.

Auch in Thansüß gibt es Pläne für eine Photovoltaikanlage

Freihung

Bürger werden angehört

Die Ratsmitglieder hatten im Vorfeld die Örtlichkeit besichtigt, um sich ein Bild vom Ausmaß der Anlage machen zu können. Ein Investor plant, auf diesen drei Grundstücken mit einer Gesamtfläche von etwa 2,5 Hektar eine Photovoltaik-Freiflächenanlage zu errichten.

Mit dem Aufstellungsbeschluss gilt es parallel auch eine Detailplanung mit dem Investor abzustimmen. "Dazu werden vorgezogene Bürger- und Behördenbeteiligungen laufen", informierte Bürgermeister Peter Braun. Auch das Thema Ausgleichsflächen muss abgeklärt werden.

Zur Vorgehensweise nannte Bürgermeister Peter Braun zunächst die Aufstellung eines Bebauungsplanes, dann folgen die Behörden- und Bürgerbeteiligung und die Erarbeitung eines städtebaulichen Vertrages mit dem Investor. Die Verwaltung ist jetzt beauftragt, die entsprechenden Schritte einzuleiten.

CSU Fraktionssprecher Johann Edenharter meinte zu diesem Vorhaben, dass man "da nicht gleich Hurra schreit". Diese Entscheidung für den Markt Schmidmühlen müsse wegen der Nähe zu Wohnbaugebieten sehr wohl überlegt sein. "Völlig unakzeptabel ist ein reines Verpächtermodell, bei dem der Eigentümer der Grundstücke diese an einen auswärtigen Investor langfristig verpachtet." Er forderte, vor der Aufstellung eines Bebauungsplanes erst alle wichtigen Punkte mit dem Antragsteller abzusprechen. "Es dürfen keinerlei Kosten für die Gemeinde entstehen, und es muss genau abgewogen werden, ob die geplante Anlage die weitere Entwicklung des Marktes Schmidmühlen beeinträchtigen oder gar behindern würde".

Als Ziel nannte er, eine klare Regelung zu schaffen, bevor dort investiert wird. Denn: Knapp 250 Meter ist die Wohnbebauung "Lauterachblick" entfernt. Bis zur Wohnbebauung am Ledererhang sind es etwa 400 Meter.

Blendwirkung ausschließen

Dritter Bürgermeister Mathias Huger will von Anfang an eine enge Abstimmung mit den Behörden und Fachstellen. Sein Anliegen war es auch, eine Blendwirkung für die Wohnbebauung "Ledererhang" und "Lauterachblick" auszuschließen. Auch Bürgermeister Peter Braun will mit dem Bauherrn nochmals reden.

Neuer Rasenmäher

Für die Anschaffung eines Rasenmähers stellt der Markt Schmidmühlen dem Sportverein SV Eintracht Schmidmühlen eine Nettoförderung von 26 800 Euro zur Verfügung. Wie Bürgermeister Peter Braun informierte, ist der jetzige Rasenmäher gut 15 Jahre alt. Der Sportverein SV Eintracht bewirtschaftet eine etwa 3,5 Hektar große Rasen- und Grünfläche, die im Eigentum des Marktes Schmidmühlen stehen. Etwa 120 bis 130 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind derzeit in den Trainings- und Spielbetrieb des Sportvereins Woche für Woche integriert. "Dies ist auch für uns als Gemeinde ein wichtiger Beitrag für die Förderung des Breitensports". Die Zustimmung erfolgte einstimmig.

Gewidmet wurde der Weg im Baugebiet Ledererhang zur Bergheimer Straße und der neue Weg vom Schlossstadl bis in die Nähe der Eisernen Brücke. Bei der Namensvergabe wählte der Marktgemeinderat aus mehreren Vorschlägen die Bezeichnung "Schlossweg".

Eichenprozessionsspinner da

Der Eichenprozessionsspinner ist auch in Schmidmühlen angekommen. Entlang des Radweges nach Emhof hat das Bundesforstamt entlang des Ochsenwirtsberges Warnplakate aufgestellt.

Mittlerweile hat der Eichenprozessionsspinner auch Schmidmühlen erreicht. Entlang des Radweges von Schmidmühlen in Richtung Emhof im Bereich des Ochsenwirtsberges ist diese Schmetterlingsart (Nachtfalter) aus der Familie der Zahnspinner an einigen Stellen aufgetaucht. Vonseiten des Bundesforstamtes wurden bereits Warnplakate angebracht, informierte Bürgermeister Peter Braun. Auch im weiteren Umfeld der Schule wurde der Eichenprozessionsspinner schon festgestellt.

Genehmigt hat der Marktgemeinderat den Antrag zum Neubau einer Betriebsstätte mit Werkstatt, Lagerhalle sowie Wohngebäude für den Betriebsinhaber mit einer Einliegerwohnung für Bereitschaftspersonal und den Antrag zur Aufstellung einer Fertiggarage in der Von-Spiering-Straße sowie den Bauplan für den Bau eines Einfamilienwohnhauses mit integrierter Garage in der neuen Wohnsiedlung Ledererhang.

Thomas Wagner trug vor, dass der Wanderweg im Bereich des Blaugrundes eine Nachmarkung bekommen sollte. Bernhard Tischler regte die Aufstellung von Gießkannenhalterungen an den Wasserentnahmestellen im Friedhof an. Marktgemeinderätin Christine Werner erkundigte sich nach dem derzeitigen Planungsstand für die Kindergarten-Erweiterung.

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