Schmidmühlen
12.02.2026 - 16:13 Uhr

Jugend gestaltet Zukunft des Marktes mit: Bei „Sag was“ in Schmidmühlen

Zuhören, diskutieren und mitgestalten – hierzu hatten die Jugendlichen aus der Gemeinde die Möglichkeit, um zu einem lebenswerten Schmidmühlen beizutragen. Die Beteiligung war außerordentlich groß.

Unter dem Motto „Sag was – Gestalte die Zukunft deiner Heimat“ luden der Markt Schmidmühlen, der Kreisjugendring Amberg-Sulzbach und die Kommunale Jugendarbeit rund 60 Jugendliche zur Beteiligungsaktion ein. Sie nutzten die Gelegenheit, ihre Gemeinde genau unter die Lupe zu nehmen – mit dem Ergebnis: Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. In offener Atmosphäre arbeiteten die Jugendlichen an drei Stationen zu Infrastruktur, Vereinen und Freizeit sowie am „Königsstuhl“ mit der Frage: „Wenn ich König wäre – was würde ich verändern?“

Dabei äußerten sie sachliche und kreative Verbesserungsvorschläge, betonten aber auch ihre Wertschätzung für bestehende Angebote. Besonders gelobt wurden das vielfältige Vereins- und Freizeitangebot, die Kirwagemeinschaft, das Faschingskomitee, der Sportverein mit seinem Gelände sowie das Engagement bei der Blaskapelle St.-Ägidius und den Feuerwehren. Auch Golfplatz und Marktfest wurden als feste Größen im Gemeindeleben hervorgehoben.

Wünsche: Neues Feuerwehrhaus und bessere Busverbindung

Neben viel Lob nannten die Jugendlichen auch Wünsche: ein Basketball- oder Skaterplatz, eine Erweiterung des Sportangebots etwa um Leichtathletik sowie mehr Gemeinschaftsveranstaltungen wie Discos, Jugendtreffs, Zeltlager oder Ausflüge. Angeregt wurden zudem bessere Informationen über Vereine und Lehrstellen vor Ort. Insgesamt besteht Bedarf an jugendspezifischen Treffpunkten. Ein zentrales Thema war die Infrastruktur. Besonders wichtig ist vielen ein neues Feuerwehrhaus. Auch bessere Busverbindungen innerhalb der Ortsteile und in Nachbargemeinden wurden gefordert. Auf der Wunschliste standen außerdem eine Eisdiele, ein Dönerstand oder Café sowie bessere Beleuchtung im Ort. Weitere Ideen reichten von einem aufgewerteten Bolzplatz – im Winter mit Eislaufmöglichkeit – bis hin zu einem erweiterten Drogerieangebot.

Gemeinde will 3-D-Drucker anschaffen

Bürgermeister Peter Braun, Jugendbeauftragte Paula Weigert und Mitglieder des Marktgemeinderates stellten sich den Fragen der Jugend. Zum Feuerwehrhaus erläuterte Braun, dass die Planungen mit geschätzten Kosten von rund 1,5 Millionen Euro laufen, die Umsetzung jedoch von Genehmigungen und Zuschüssen abhänge. Ein Supermarkt mit erweitertem Drogeriesortiment könnte in etwa zwei Jahren entstehen. Viele Projekte seien jedoch auf Investoren angewiesen.

Für Begeisterung sorgte die Zusage eines gemeindlichen 3-D-Druckers. Auch eine Eislaufbahn sei grundsätzlich denkbar, allerdings erschwerten milde Winter die Umsetzung. Abschließend lobte die Gemeinde das große Engagement der Jugendlichen in den Vereinen und ihr Verantwortungsbewusstsein.

 
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