05.08.2019 - 12:37 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Marktfest Schmidmühlen übertrifft Erwartungen

Tausende waren am Wochenende zu Gast in Schmidmühlen. Vitaler denn je zuvor wurde beim Marktfest gefeiert.

von Autor POPProfil

Der ehemalige Leiter der Landkreis-Volkshochschule (VHS), Manfred Lehner, beschrieb einst die Mentalität der Schmidmühlener wie folgt: "Schmidmühlen versteht den Spagat zwischen barocker Lebensfreude sowie kulturellem Engagement und Selbstbewusstsein so zu machen, dass es eine feine unauflösliche Einheit wird." Am Wochenende bestätigte sich das - bei der 41. Auflage. Seit über vier Jahrzehnten gibt es dieses Marktfest. Vitaler denn je feierten Vereine und Gastwirte. Tausende kamen nach Schmidmühlen. Routiniert meisterten es die Helfer. Bereits am Samstag wurde lange gefeiert. Am Sonntag machte der Männergesangverein mit einem musikalischen Frühschoppen den Auftakt. Ab dann ging es Schlag auf Schlag. Sowohl am Samstag im Schlossgarten als auch auf der Hauptbühne im Ortszentrum wurde ein tolles Unterhaltungsprogramm geboten.

Wer durch die bunte Schirmstraße ins Zentrum kam, konnte sich auf viel Kurzweil einstellen. Neben dem Showtanz der Garde "Rock am Hof", der begeisterte, zeigte der neu gegründete Verein der Drischldrescher die alte Bauernarbeit des Drisch- Dreschens, der Verein der Maurer und Zimmerer, wie früher ein Balken aus einem Baum geschlagen wurde. Beim Flanieren entlang der Hauptstraße hinauf zum Oberen Schloss vorbei am Flohmarkt drs Pfarrbücherei und entlang der Standlstraße gab es viel zum Schauen, Probieren oder einen Plausch mit Freunden. Auch das Musikprogramm konnte sich hören lassen: Es reichte vom fetzigen Rock der AC/DC-Revival-Band bis zu traditioneller Volksmusik. Das Angebot an kulinarischen Spezialitäten war breitgefächert. Neben Forellen und Bratwürstln gab es Schweinshaxen, Gockerl, Eintopf oder Gulasch. Auch heuer waren Kuchen und Torten des Frauenbundes sehr gefragt.

Interessant zu wissen :

Seit mittlerweile 38 Jahren gibt es in Schmidmühlen das Marktfest. Initiiert wurde es einst vom Fremdenverkehrsverein (heute nach Satzungsänderung Heimat- und Kulturverein) und dem mittlerweile verstorbenen Bürgermeister Max Michl. Bis 1978 waren die Schlossgartenfeste im Oberen Schloss ein festes Ritual im Gemeindeleben des Marktes. Zahlreiche Vereine feierten damals ihre eigenen Feste. So blieb es nicht aus, dass fast jeden Sonntag ein Gartenfest war. Dies war letztlich für die Vereine nicht dienlich, aber auch nicht der Gastronomie. So einigte man sich, einmal im Jahr - stets am ersten Augustwochenende - ein Marktfest zu feiern. Seither gehören die Schlossgartenfeste der Vergangenheit an. Gerade in den letzten zwei Jahrzehnten hat das Marktfest einen riesigen Zulauf an Gästen, der auch nach mehr als vier Jahrzehnten nicht nachgelassen hat. (bö)

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