Schmidmühlen
06.04.2026 - 12:01 Uhr

Osterkonzert der Blaskapelle St. Ägidius als Auftaktveranstaltung für Jubiläumsjahr

Ein abwechslungsreiches Konzertprogram durch die Genres der konzertanten Blasmusik haben die Konzertbesucher an Ostern in Schmidmühlen zu hören bekommen. Heuer feiert die Blaskapelle St. Ägidius ihr 50-jähriges Bestehen.

50 Jahre Blaskapelle St. Ägidius: Das ist heuer das große Momentum in Schmidmühlen. Dazu gehörte als konzertanter Auftakt nach Maß für die Musikerinnen und Musiker um Dirigent Christian Bäuml und Vorsitzendem Andreas Preußl ein musikalisches Ostergeschenk in der Schulturnhalle. Ein breit gespannter Veranstaltungs- und Konzertreigen, angefangen vom Osterkonzert, der großen Jubiläumsfeier mit Kommers- und Partyabend, bairisch Kabarett mit dem Trio „Schleudergang“ und dem Kreismusikfest vom 4. bis zum 7. Juni, ist der Mittelpunkt des Musikantenjahres in Schmidmühlen. Im Herbst findet dann noch das Kreismusikkonzert in Schmidmühlen statt.

Konzertmarsch und Oper

Viele verbindende Passagen zur Moderation der Musikstücke des Osterkonzertes hatten Katrin Fischer, Melissa Baier, Richard Fischer, Luis Weigert, Marie Bauer und Maria Wermke vorbereitet. Zum Konzertmarsch „Alte Kameraden“, der vielfach als Synonym für Gemeinschaft und Tradition steht, untermauerten die Musikerinnen und Musiker um Dirigent Bäuml ihren gesetzten Erfolgskurs. Mit Passagen aus der Oper von „Porgy and Bess“ war man im Fischerviertel von Charleston unterweg, um Passagen aus den Titeln „Summertime“, „I Got Plenty o' Nuttin“ und „Jasbo Brown“ gefühlvolle Melodienausschnitte und melancholischen Klängen zu schwungvollen und rhythmischen Passagen mit einem Hauch von Jazz zu sammeln und auf sich wirken zu lassen.

Sich geruhsam zurücklehnen und die Augen schließen durfte man, um die beeindruckende Filmmusik aus „Theme from Jurassic Park“ im Zusammenspiel des Blasorchesters auf sich wirken zu lassen. Beim Konzertwerk „La Storia“ von Jakob de Haan, also die Geschichte, freute sich das Publikum über den breit gespannten Melodienbogen mit unterschiedlichsten Stimmungsmomenten. Von nachdenklich bis hin zu kraftvoll reichten die Klangfarben, ehe sie im Werk zu einem feierlichen Abschluss zusammengeführt wurden.

Jubiläumsmarsch uraufgeführt

Ganz daheim in Schmidmühlen fühlten sich die Gäste bei den Klängen des von Christian Bäuml komponierten Jubiläumsmarsches „Lauterach-Klänge“. Das Publikum hörte das monotone Plätschern der Lauterach, die mal ruhig und gemächlich dahinfließt, aber dann auch gleich um die Ufer-Ecke kommend, lebendig und sprudelnd schon seit Jahrhunderten in Schmidmühlen ihre eigene kleine „Wassermusik“ spielt. Man hörte nicht nur das dahinfließende Lauterach-Wasser, sondern auch das Treiben im Ort mit seinen Vereinen und die Freude an der Blasmusik aus dem Probenheim, wo die Blaskapelle – nur knapp einen Meter vom Ufer entfernt gelegen – Woche für Woche bei ihren Proben und Festen zu hören ist. Zum Jubiläumfest hat Christian Bäuml den Marsch den Schmidmühlenern geschenkt – herzlichen Dank dafür!

Mit der Sternpolka, einem traditionell gespielten Tanz aus dem Kirwa-Geschehen des Landkreises Amberg-Sulzbach, und der „Wittelsbacher-Suite“ als mittelalterliche Szene in Schmidmühlen rund um das Hammerschloss mit den Themen „Das Schloss“, „Am Burggraben“ und „Das Fest“ gab das Nachwuchsorchester eine beeindruckende musikalische Visitenkarte ab. Mit voller Fahrt und ohne seekrank zu werden, erreichte das Konzertorchester zum Stück „Pirates of the Caribbean“ mit Captain Christian Bäuml auf der Brücke karibische Gewässer, um dem charmanten Captain Jack Sparrow zu unterstützen im Kampf um die „Black Pearl“ – mit dem Ziel, sie wieder aus der Hand des Piraten Barbossa und seiner Piratenbande zurückzuholen. Es waren mitreißende Bilder aus Abenteuer, Spannung und Humor, von denen das Orchester aus dieser Fantasie erzählte.

Welthits der Beatles

Zum Konzertprogramm gehörte aber auch das Medley „Best of Beatles“ von Kurt Gäble mit den Welthits „Eight Days a Week“, „When I get older“, „Let it be“, „Lady Madonna“, „Yesterday“ und anderen Kultstücken. Mit der Polka „Eine letzte Runde“ sollten das Konzert enden, aber die Musiker mussten noch mehrere Zugaben geben, ehe die Bayernhymne noch gemeinsam gespielt und gesungen wurde.

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