Ob es tatsächlich ein Putschversuch war, der sich am unsinnigen Donnerstag im Amtszimmer bei Bürgermeister Peter Braun abspielte, wird wohl nie richtig geklärt werden. Und Punkte hat es dafür in der Faschingssünderkartei auch nicht gegeben. Zum 30. Mal waren heuer die schneidigen Damen des Faschingskomitees im Markt unterwegs gewesen, um zu zeigen, wer Herr der Lage ist.
Angeführt wurden sie auch heuer von Organisatorin Simone Fleischmann und Petra Fellner sammelt seit eh und je die Krawattenstummel zusammen. Wie viele die beiden schon in ihrer Karriere abgeschnitten haben, wissen sie schon lange nicht mehr. Aber es ist eine stattliche Zahl, die sie als Krawattenskalps an ihren Gürtel hängen haben.
Strafrechtliche Konsequenzen oder gar Schadensansprüche für die schneidigen Taten gibt es nicht. Im Gegenteil, die Akteurinnen sie werden sogar belohnt. So musste auch heuer wieder die Bürgermeisterkrawatte dran glauben. "Mindestens zehn Schnitte müssen wir schon machen, damit jede ein Stückchen davon erwischt", erzählte Fleischmann nicht ohne Stolz. Den ganzen Tag über waren die Frauen im Markt unterwegs, um diesen Faschingsbrauch zu pflegen.













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