Schmidmühlen
28.06.2018 - 11:43 Uhr

Tradition und Pflege

An sich gilt das Hegefischen dem Erfassen des Bestands und grassierender Krankheiten. Aber ein bisschen Wettbewerb muss dann schon sein.

Die Könige: Von links jeweils mit Kette Jugendkönig Philipp Schwarzenberger und Anton Rauch, jeweils Pokal Daniel Leikam und Herbert Frumold mit ganz rechts außen 2. Vorsitzendem Bernhard Dotterweich und (6. von links) Gewässerwart Christian Kosel	Bild: pop pop
Die Könige: Von links jeweils mit Kette Jugendkönig Philipp Schwarzenberger und Anton Rauch, jeweils Pokal Daniel Leikam und Herbert Frumold mit ganz rechts außen 2. Vorsitzendem Bernhard Dotterweich und (6. von links) Gewässerwart Christian Kosel Bild: pop

(pop) Ein breites Arbeitsprogramm haben die Mitglieder des Fischereivereins Schmidmühlen jedes Jahr zu bewältigen. Hierzu gehören unter anderem die Pflege und der bauliche Unterhalt der Gewässe. Ein besonderes Projekt, nämlich der Bau einer Vereinshalle, fordert in diesem Jahr Woche für Woche die Mitglieder im Zieglerweg. Ein besonderes Augenmerk richten die Mitglieder des Fischereivereins auf den Erhalt der Artenvielfalt. Zahlreiche Maßnahmen zum Artenschutz bleiben dem Betrachter meist verborgen, weil - quasi unsichtbar - sich die Erfolge unter Wasser einstellen. Dazu gehört der Besatz mit weniger bekannten Arten, wie Barbe oder Nase oder von Rutten, um diesen bedrohten Fischarten in unserer Region ein Überleben zu ermöglichen.

Aber auch eine Bestandsaufnahme mittels Hegefischen ist Teil. Am diesjährigen Hegefischen beteiligten sich knapp 30 Mitglieder. Es dient der Analyse des Fischbestandes und der Erkennung von Krankheiten. Es soll einmal im Jahr eine Antwort auf die Frage gefunden werden: "Welchen Erfolg hat unsere Arbeit?" Einer Tradition bleibt man aber treu, dass derjenige Angler, der den größten Fisch angelt, die Königswürde erhält. Beim diesjährigen Gemeinschaftsfischen wurde der schwerste Fisch erfasst, zudem auch die Gesamtmenge. Mit dem Fischbestand kann der Verein durchaus zufrieden sein.

Alle gefangenen Fische in Vils und Weihern sowie Seen des Vereins waren gesund. Fischerkönig wurde in der Jugend Philipp Schwarzenberger mit einem Spiegelkarpfen (2,16 Kilogramm). Bei den Erwachsenen errang die Würde Anton Rauch, ebenfalls mit einem Spiegelkarpfen (3,76 Kilo). Gesamtsieger wurde Herbert Frumold, der 5,9 Kilogramm Fische fing, bei der Jugend war dies Daniel Leikam. Insgesamt wurden knapp 35 Kilogramm Speisefisch gefangen.

Info:

Wie beim Einzelfischen sind beim Fischereiverein die Vorgaben beim Gemeinschaftsfischen mit Blick auf den Tierschutz hoch. Die Belange der Pflanzen und Tiere im und am Gewässer sind zu beachten. Die über viele Jahre weit verbreiteten Wettfischen sind beim Fischereiverein Schmidmühlen tabu. Neben den fischereilichen Aspekten soll dieses Gemeinschaftsfischen auch dem Zusammenhalt und dem Erfahrungsaustausch dienen. Verschiedene Fischereiverbände halten übrigens das Gemeinschaftsfischen auch in Zukunft für sinnvoll, die unter anderem der sozialen Bindung im Verein dienen. (pop)

 
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