24.09.2020 - 11:30 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

"Die Visitenkarte eines jeden Ortes"

Unvergessen ist der Spruch des langjährigen und schon verstorbenen Vorsitzenden des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins, Hans Rubenbauer: "Blumen sind die Visitenkarte eines jeden Ortes."

Karl Scheuerer rechts im Bild pflegt wie viele andere Blumenpaten den Blumenschmuck, hier an der Hammerbrücke. 2. Vorsitzender des Gartenbauvereins Bernhard Tischler weiß dies Engagement zu schätzen.
von Autor POPProfil

(pop) Auf den Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein Schmidmühlen ist - wenn es um die Ortsverschönerung geht - Verlass. Die Eisheiligen Pankratius, Servatius und Bonifatius sowie die "Kalte Sophie" (12. bis 15. Mai) wartet man jedes Jahr ab, dann werden mit Unterstützung des Bauhofs die Blumenpyramiden sowie die Blumenkästen für die Brücken für Schmidmühlen und Emhof aufgestellt - die blühende Visitenkarte.

Erfolgreiche Kooperation

Blumenschmuck an den Brücken gibt es seit vielen Jahrzehnten in Schmidmühlen. Forciert wurde die Ausstattung aber Mitte der 1990er-Jahre, als Hans Rubenbauer, der auch Mitglied im Vorstand des damaligen Fremdenverkehrsvereins war, bei einer Sitzung einen Vorschlag machte, verstärkt Blumenkästen an die Brücken anzubringen. Gartenbauverein und Fremdenverkehrsverein legten zusammen und kauften eine erweiterte Grundausstattung samt größerer Menge Blumenerde. Das Ergebnis kann sich auch nach vielen Jahren sehen lassen: Rund 50 Blumenkästen - ohne die Pyramiden - wurden bepflanzt. Das bedeutet, dass 250 Blumenpflanzen in die Blumenkästen kamen. Hinzu kommen noch die Pflanzen für die Pyramiden.

Viel Pflege erforderlich

Die Kosten für die Blumen übernahm wie in den vergangenen Jahren der Markt Schmidmühlen, die Pflege der Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein. Viel Arbeit steht da an, denn die Blumen müssen nicht nur gepflanzt, sondern auch gepflegt und gegossen werden. Hier kann sich der Verein auf viele zuverlässige Idealisten verlassen, die "ihre" Blumenkästen auf den Brücken gießen. Teilweise wurden bereits Gießautomaten installiert, sicher eine Entlastung, die dem Verein gut tut. Einer dieser Helfer ist Karl Scheuerer, der sich seit vielen Jahren um den Blumenschmuck an der Hammerbrücke kümmert. Auch in puncto Blumen findet ein Umdenken statt. So erfreut statt der üblichen Geranien an der Hammerbrücke ein bunter insektenfreundlicher Blumen-Mix das Auge, wie der stellvertretende Vorsitzende des Gartenbauvereins, Marktrat Bernhard Tischler, betonte. Er nutzte auch die Gelegenheit, sich bei allen Blumenpaten für ihr Engagement zu bedanken: "Jeden Tag ist man mit den Blumen gefordert, alle erfordern große Aufmerksamkeit." Die Hammerbrücke wurde übrigens im Jahr 1961 mit Hilfe von Pionieren der US-Armee errichtet. Auch in Emhof und Winbuch kümmern sich seit vielen Jahren fleißige Brückenpaten um die Pflege der Blumen und der Blumenpyramiden. Das Hammerviertel gehört zu den historischen Ortsteilen.

Die Brücken in Schmidmühlen sind überaus geschichtsträchtig. Hier wurde der Markt durch Befestigungstore gesichert. Leider mussten durch die Coronapandemie zahlreiche Veranstaltungen des Vereins ausfallen. Hierzu zählen die Jahreshauptversammlung und die Pflanzenbörse, aber auch der Erntedankmarkt.

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