06.09.2020 - 11:55 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Wandern in Schmidmühlen: Kein Stillstand beim Heimatverein

Kaum eine andere Gemeinde und kaum ein zweiter Verein als der Heimat- und Kulturverein aus der Lauterachtalgemeinde bewegte in den vergangenen Jahren die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes. Die Entwicklung ist bemerkenswert.

Schmidmühlen hat ein echtes Schmuckstück - ein von Heimatmaler Friedbert Bruckmüller (mitte) gestaltete Wandertafel. Zur offiziellen Übergabe kamen die drei Bürgermeister, von links 2. Bürgermeister Martin Bauer, 3. Bürgermeister Mathias Huger sowie 1. Bürgermeister Peter Braun.
von Autor POPProfil

Das Wandern hat in Schmidmühlen eine große und lange Tradition. Diese beginnt in den 1970er Jahren, kurz nach dem Schmidmühlen das Prädikat "Staatlich anerkannter Erholungsort" und damit auch der Fremdenverkehr eine besondere Bedeutung bekam. Das Wanderwegenetz wurde ausgebaut und systematisiert sowie erstmals die "Vier-Jahreszeiten-Wanderungen" initiiert. Anschließend "schliefen" diese Wanderungen etwas ein. Mit der Idee vor nun einem viertel Jahrhundert, im Jahr 1995, einen Kultursommer ins Leben zu rufen, erweckten Josef Popp und der damalige Wanderwegewart Anton Bruckmüller die Wanderungen wieder zum Leben und die Wanderungen erlebten eine echte Renaissance.

Sie gehören seitdem zum festen Programm in der Lauterachtalgemeinde. Die "Vier-Jahreszeiten-Wanderungen" oder die thematischen Wanderungen, erinnert sei hier nur an die ökologisch-geschichtlichen Wanderungen in den Truppenübungsplatz, die Bierkellerwanderungen oder auch die Marterlwanderungen, fanden in den letzten zwei Jahrzehnten bald treue Fans und so manche Wanderung zählte über 200 Teilnehmer. Zur ersten Bierkellerwanderung kamen 150 Teilnehmer, man hatte damals mit maximalen 20 Teilnehmern gerechnet.

Lob von Bürgermeistern

Doch auch das diesjährige Ferienprogramm bot einige Wanderungen, die auch allesamt gut angenommen wurden. Für viele Gäste und Touristen ist das Obere Schloss Treffpunkt und Ausgangspunkt für viele Wanderungen in der Umgebung von Schmidmühlen, aber auch im Ort selbst. Denn hier kann man zumindest entlang des Skulpturenwegs einen Spaziergang oder einen Abstecher in Richtung Kreuzbergkirche machen. Um so eine Wanderung sicher und erlebnisreich zu gestalten, braucht man Orientierung, am besten mit einer Karte. So eine "große Karte" steht am Oberen Schloss, dem Rathaus von Schmidmühlen. Und dies schon seit mehreren Jahrzehnten, immer wieder auf den aktuellen Stand gebracht, erneuert und modernisiert von Schmidmühlens Heimatmaler Friedbert Bruckmüller. Er war es auch, der einst den Prototypen schuf und zuverlässig und mit viel Liebe zum Detail die Wandertafel immer wieder erneuert.

Dieses Engagement wissen auch die drei Bürgermeister Peter Braun, Martin Bauer und Mathias Huger zu schätzen, die zur "offiziellen Vorstellung und Übergabe" der neu gestalteten Wandertafel kamen. Bürgermeister Peter Braun versicherte, dass man es zu schätzen wisse, eine handgemalte Wandertafel - ein echtes Schmuckstück - vor dem Rathaus zu haben. So etwas muss man in der Oberpfalz suchen, so der Bürgermeister. Sein besonderer Dank galt Friedbert Bruckmüller für seine Arbeit und für sein ehrenamtliches Engagement - die Stunden für diese Arbeit könne man nicht zählen. Friedbert Bruckmüller seinerseits dankte auch dem Bauhof und dem Wanderwegewart Alexander Huttner für die Unterstützung.

Neuer Wanderwegewart

Nachdem die Wandertafel in den letzten Jahren doch unter den Wetterbedingungen stark gelitten hat, war es wieder soweit: eine Grundüberholung stand an. Doch nicht nur die Wettereinflüsse machten eine Überarbeitung notwendig, sondern auch immer wieder fällige Veränderungen der Wanderwege. So wurden Routen wie der Weg zum Schwammerlfelsen oder auf den Kreuzberg aus dem Wanderwegenetz herausgenommen, neue Wege wie der Jurasteig oder der Wacholderwanderweg kamen hinzu. Glücklicherweise hat man mit Alexander Huttner wieder einen engagierten Wanderwegewart gefunden, der sich um die Pflege dieser Wege kümmert.

Hintergrund:

Hintergrund

Im Gemeindebereich sind vier Wanderwege mit den Wegenummern 15 Hammerberg (5,5 Kilometer), 16 Simanderlweg (8 Kilometer ), 17 Henglkapelle (6 Kilometer) und 20 Emhof mit insgesamt 10 Kilometer zu betreuen, wie bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des Kulturvereins aus dem Bericht von Wanderwegewart Alexander Huttner zu erfahren war. Ohne die enge, sowie gute und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Bauhof wäre die Arbeit kaum zu bewältigen gewesen. Dies betont Wanderwegewart Alexander Huttner immer wieder.

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