Eines der schönsten und wertvollsten ist das Werkskreuz der ehemaligen Kaolinfirma Eduard Kick, das in etwas anderer Form schon 100 Jahre in der Verlängerung der Kick-Rasel-Straße kurz vor der Werkseinfahrt auf dem Kreuzrangl steht. Früher befand sich dort ein Kreuz mit einem aus Blech gefertigten Christuskörper. Da es in einem schlechten Zustand war, ließ der frühere, sehr christlich eingestellte Fabrikbesitzer Alfons Rasel vor dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1938 ein neues Hochkreuz errichten, das heuer 80 Jahre alt wird.
Das knapp 380 Zentimeter hohe und 140 Zentimeter breite Hochkreuz aus Holz mit geschnitztem Christuskörper stand früher, wie Helmut Richter in seinem Marterlbuch schreibt, am Ende der öffentlichen Kick-Rasel-Straße kurz vor dem Werksgelände auf einer kleinen Anhöhe. In der Mitte des rotbraun gestrichenen Kreuzes befindet sich eine Bildtafel mit einer geschnitzten Kreuzwegstation. Darauf sind Simon von Cyrene, der Jesus das schwere Kreuz tragen hilft, zusammen mit zwei Knaben, die zu Jesus aufblicken, zu sehen. Darunter findet sich die Inschrift: "Trägst du das Kreuz, so trägt es dich." Das Hochkreuz wird von einem blau und goldfarben gestrichenen Blechhimmel überspannt. Den hölzernen Christuskörper schnitzte vor 80 Jahren Professor Busch aus München, der zur damaligen Zeit zu den bekanntesten Gestaltern christlicher Kunst in Bayern zählte.
Als die Werkseinfahrt zur ehemaligen Firma Kick aufgelassen wurde, versetzte die Firma AKW-Kick das Kreuz etwas weiter nach unten. Es erhielt am Ende der Kick-Rasel-Straße in einer schön gestalteten Anlage mit Ruhebänken einen neuen und würdigen Standort, der gerne von Spaziergängern und auch bei der alljährlichen Flurprozession von der Pfarrei St. Vitus angegangen wird.













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