11.03.2020 - 19:44 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Bürgergespräch der CSU Schnaittenbach

„Ich trete für die volle Amtsperiode des Bürgermeisters von sechs Jahren an“, stellte CSU-Bürgermeisterkandidat Marcus Eichenmüller klar. Er trete für das Amt ohne Vorbehalte an und sehe es nicht als Zwischensprosse einer „Karriereleiter“.

von Stephanie Hottner Profil

Auch Bürgermeister Sepp Reindl warb beim CSU-Bürgergespräch in Schnaittenbach für Marcus Eichenmüller: „Dass er das Zeug dazu hat und es kann, sieht man.“

Marcus Eichenmüller selbst sah Schnaittenbach bei der Daseinsvorsorge gut gerüstet, dennoch gelte es, in den nächsten Jahren wichtige Punkte anzugehen. Der Bürgermeisterkandidat nannte hier vor allem den Straßenunterhalt und die Wasserversorgung. Letzteres werde künftig wieder stärker in den Fokus rücken, wenn das derzeit in Arbeit befindliche Gutachten zur Ermittlung des Grundwasservorrates vorliege. Denn damit werde auch für Schnaittenbach die Frage nach der verfügbaren Grundwassermenge geklärt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sei die bedarfsgerechte Vorhaltung von Kindergartenplätzen. Er widersprach Gerüchten, wonach es schon Wartelisten in die nächsten Jahre hinein gebe. „Aktuell haben wir keinen Notstand, und der ist derzeit auch nicht absehbar, wenn wir die Sache richtig angehen“, machte Eichenmüller klar. Die derzeit laufenden Gespräche mit einem Träger seien auf einem guten Weg, und der zeitliche Korridor erlaube noch genügend Handlungsspielraum.

Dass der Schulstandort erhalten wurde, sei auch der CSU-Fraktion zu verdanken. Eichenmüller erinnerte daran, dass die CSU von Anfang an den Bedenken aus anderen Fraktionen entgegengetreten und für den Schulverbund eingetreten sei. Dies habe sich so bewährt, und man werde auch weiter darauf setzen. Die gute Ausstattung vor allem mit neuen Medien und die neue Schulsportanlage seien die konsequente Fortsetzung.

„Die Arbeit für die Vereine ist in den letzten Jahren nicht einfacher geworden“, stellte der Bürgermeisterkandidat fest und sah insbesondere bei bürokratischen Angelegenheiten eine Zunahme an Aufgaben. Dies sei für die Vereinsverantwortlichen oft ein neues Thema, bei dem Unterstützung gebraucht werde. Eichenmüller möchte dafür eine „Servicestelle für Vereine“ im Rathaus schaffen.

Angesprochen wurde von Anwesenden der Zustand der Brücke bei der Haidmühle. An der Traglast der Brücke gebe es keine Zweifel, jedoch sei der Zustand nicht komfortabel. Die Baumaßnahme sei schon viele Jahre geplant, doch konnten Grundstücksfragen nicht geklärt werden. „Wenn es nach dem Willen der Stadt ginge, wäre die Brücke schon längst saniert“, brachte es Bürgermeister Sepp Reindl auf den Punkt. Er erläuterte, dass es für die Stadt Schnaittenbach derzeit keine juristische Handhabe gebe.

Weiter verwahrte er sich gegen den Vorwurf, dass beim „Ehenbachweg“ nichts geschehen sei. Beim Abschnitt vom Forst zum Kräutergarten scheitere es ebenfalls an der Bereitschaft eines Grundstückseigentümers. „Beim Abschnitt Kräutergarten – Schule steht die Planung und die endgültigen Stellungnahmen des Wasserwirtschaftsamtes müssen abgewartet werden“, so der Bürgermeister. Er erklärte, dass dieser Status auch dem Stadtrat so bekannt sei.

Die ursprüngliche Variante, die man verfolgt habe, hätte schon längst gebaut werden können, wenn sie nicht an der Bereitschaft eines Grundstückeigentümers gescheitert wäre. Reindl bedauerte sehr, dass hier die mangelnde Bereitschaft eines Einzelnen diese Maßnahmen verhindere oder verzögere.

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