"Schon immer habe ich mich für Kommunalpolitik interessiert und auch für das Vereinswesen, was eine gute Basis für meine politische Laufbahn war", ließ Reindl wissen. Besonders hat es ihm die Feuerwehr angetan, für die er seit dem 16. Lebensjahr regelrecht brennt.
Er erinnert sich an die Anfänge seiner politischen Laufbahn. 1984 habe ihn der damalige Stadtrat German Adam ermutigt, sich bei der Kommunalwahl 1984 als Kandidat aufstellen zu lassen. "Ich probier's", dachte sich Reindl, scheiterte aber beim ersten Versuch und landete auf der Nachrückerliste auf Platz eins. Von dieser Position aus zog er 1987 in den Stadtrat ein. Nach neun Jahren im Gremium wagte Reindl bei der Kommunalwahl 1996 die Kandidatur als Bürgermeister. Der Einzug ins Rathaus klappte allerdings erst bei der Wahl 2002. Sein erklärtes Ziel ist es, die Stadt lebens- und liebenswerter zu machen. Er erinnert sich, dass er damals als Bürgermeister kandidiert habe, ohne zu ahnen, was auf ihn zukomme. Für ihn aber galt die Devise "Wer A sagt, muss auch B sagen", wenn nicht alles reibungslos lief.
Den Schritt in die Kommunalpolitik hat Reindl eigenen Worten zufolge nie bereut. Er stellt heute fest, dass die erste Wahlperiode als Bürgermeister von 2002 bis 2008 "die lernintensivste Zeit meines Lebens war". Reindl hatte sich in der ersten Periode für seine Wiederwahlen 2008 und 2014 gut aufgestellt. Ob er ein viertes Mal kandidiert, verrät er noch nicht. Arbeit gab und gibt es genug: die Modernisierung der kompletten Abwasserentsorgung für die nächsten 30 bis 40 Jahre soll 2020 abgeschlossen sein. Dass Sepp Reindl sein Amt als Bürgermeister sehr ernst nimmt, wissen die Schnaittenbacher und jene, die mit ihm zusammenarbeiten. Er erweist sich von Anfang an nicht als Einzelkämpfer, sondern als Netzwerker. Das beginnt im Rathaus, wo er mit seinen Mitarbeitern eine kollegiale Zusammenarbeit pflegt. Nach seinen Worten passt das Verhältnis im Stadtrat "im Großen und Ganzen". Er betont, dass bei wichtigen Entscheidungen fraktionsübergreifend ein gutes Einverständnis herrsche.
Selbstverständlich pflegt Reindl sein Privatleben. An oberster Stelle steht seine Familie. Sie ist für ihn ruhender Pol, wo er 100-prozentigen Rückhalt erfährt. Reindl liebt die Natur. So geht er zu gerne in den Wald zum Holzmachen. Die Natur genießt er auch bei seinen Ausfahrten mit dem Motorrad, mit dem er auch in Begleitung seiner Frau größere Touren unternimmt. Er ist nicht nur ein Fan der Freilichtbühne am Buchberg, sondern spielt dort seit einigen Jahren auch mit. Auftanken vom Amts-alltag kann Sepp Reindl bestens an seinem kleinen Weiher, wo er die nötige Ruhe und Erholung findet.













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