11.09.2019 - 11:24 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Eisstockverein Schnaittenbach feiert 40-jähriges Bestehen

Der Eisstockverein ist aus dem Vereinsleben Schnaittenbachs nicht wegzudenken. Bei dieser Sportgemeinschaft unter dem Vorsitz von Martin Kausler geht es seit Jahren stetig aufwärts. So konnte die Marke von 50 Mitgliedern geknackt werden.

Die Sommerstockanlage samt Vereinshütte ist der ganze Stolz der Eisstockfreunde Schnaittenbach, die heuer 40-jähriges Bestehen feiern können.
von Autor SHProfil
Die aktiven Eisstockschützen,die 40-jähriges Gründungsjubiläum feiern können

Am Sonntag, 6. Oktober, kann der Verein sein 40-jähriges Bestehen feiern. Mit Stolz blicken die Eisstockschützen an diesem runden Geburtstag auf vier Jahrzehnte sportlich und gesellschaftlich aktiver und erfolgreicher Vereinsarbeit zurück.

Eisstockschießen wurde in Schnaittenbach in den 60er- und 70er-Jahren als eine Art Volkssport auf verschiedenen Gewässern wie Löwenweiher, Meißner-Weiher, Stadt-Weiher, Nagler-Weiher usw. von etwa 80 begeisterten Wintersportlern betrieben und erfreute sich damals bei alt und jung großer Beliebtheit. Schnaittenbach war damals in dieser winterlichen Sportart eine Hochburg.

Um diese Sportart nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer betreiben zu können, errichtete die Stadt auf Initiative des damaligen Stadtoberhaupts Hans Hofmeister und des geschäftsleitenden Beamten Hans Grieger im Freizeit- und Sportzentrum am Forst neben Campingplatz und Freibad eine Sommerstockanlage mit drei Bahnen, die eine Länge von 32 Metern und eine Breite von zehn Metern aufwiesen. Das Projekt mit einem Finanzaufwand von rund 40.000 Mark wurde nach einstimmigem Beschluss von der Stadt finanziert und aus dem Programm "Freizeit und Erholung" bezuschusst.

Dass die Anlage, bei der wegen der Hanglage nicht unbeträchtliche Erdarbeiten notwendig waren, mit verhältnismäßig geringem finanziellen Aufwand erstellt werden konnte, war nicht zuletzt Verdienst des städtischen Bauhofs, der Firmen Kick und Betonwerk Pröls sowie der vielen Arbeitsleistungen der Eisstockfreunde um Bürgermeister Hans Hofmeister und Planer Klaus Kutz. Die Asphaltstockanlage, die eine Bereicherung des Freizeit- und Sportzentrums am Forst darstellt, war Voraussetzung für die Gründung eines Eisstockvereins, die am 26. April 1979 im Vitusheim auf Initiative von Bürgermeister Hans Hofmeister und Geschäftsleiter Hans Grieger von 21 Eisstockfreunden vollzogen wurde. Eine Eingliederung als Sparte im TuS Schnaittenbach wurde damals abgelehnt, man wollte eigenständig und unabhängig sein. Dem Gründungsvorstand gehörten Vorsitzender Horst Höger, sein Stellvertreter Anton Roth, Schriftführer Thomas Dickert und Kassier Gerhard Goller an. Ein Jahr später hielt man das Gründungsturnier ab und stieg anschließend in den aktiven Spielbetrieb ein, wobei der Verein bei seinem ersten Turnier in Pressath als Eisstockneuling überraschenderweise den 1. Platz belegte. Weitere sportliche Erfolge und Aufstiege für die zwei aktiven Mannschaften kamen im Laufe der Jahre dazu, und bei manchen Turnieren entpuppten sich die Schnaittenbacher als echter Pokalschreck.

Im Jahr 1988 errichtete der Verein in Eigenleistung eine Blockhütte mit Aufenthaltsraum und Geräteraum, die beim Zehnjährigen 1989 eingeweiht wurde. 1993 erweiterte der Verein die Hütte und errichtete einen überdachten Freisitz. Nachdem auch immer mehr Frauen dem Eisstocksport frönten, stellte man eine aktive Mixed-Mannschaft und eine Damen-Moarschaft auf die Beine, und das mit sportlichem Erfolg.

Seit bereits 19 Jahren ist Martin Kausler Chef der Eisstockschützen. Unter seiner Leitung und der Mithilfe vieler Mitglieder wurde der Bahnbelag mehrmals saniert und durch Kunststoffbahnen erneuert, auf denen viele Monate im Jahr Pokalturniere, Meisterschaften, Blattlschießen usw. ausgetragen und Feste gefeiert werden. Der Eisstockverein hat sich so in den zurückliegenden 40 Jahren zu einem wesentlichen Bestandteil des Schnaittenbacher Vereinslebens entwickelt.

Den runden Geburtstag des Vereins feiern die Eisstockfreunde am Sonntag, 6. Oktober. Die Feierlichkeiten werden um 10 Uhr mit einem Gedenkgottesdienst eingeläutet, den Pfarrer Josef Irlbacher in der Pfarrkirche St. Vitus für die verstorbenen Gründungs- und Vereinsmitglieder zelebriert. Danach trifft man sich in geselliger Runde zum Mittagessen in der Gastwirtschaft Kellerhäusl. Dort steht die Ehrung langjähriger und verdienter Vereinsmitglieder durch Vorsitzendem Martin Kausler auf dem Programm.

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