Etliche Traditionen in Bayern scheinen verloren zu gehen. Und so sollte es auch dem Schnaittenbacher Faschingszug ergehen. Doch kurz vor knapp hat sich eine Interessengemeinschaft organisiert, um diese Veranstaltung zu retten. Die "Faschingsprinzen Blau-Gelb" sind aus der Taufe gehoben.
Die jungen, engagierten Schnaittenbacher um den Vorsitzenden Alexander Schuller haben sich zum Ziel gesetzt, die Tradition des Faschingszugs in der Stadt nicht nur zu erhalten, sondern wieder neu zu beleben. Bereits im September 2018 wurde ein Antrag bei der Stadt eingereicht, um den Umzug von Faschingssonntag auf Samstag vorzuverlegen, da mittlerweile die teilnehmenden Gruppen, Wagen und Zuschauerscharen am Faschingssonntag von Jahr zu Jahr stetig sanken. Man erhoffe sich von dieser Vorverlegung ein Alleinstellungsmerkmal im Landkreis, um wieder neue und alte Narren anzulocken.
2018 war der Stadtrat noch der Meinung, dass wegen der bereits geplanten Veranstaltungen anderer Vereine eine Verlegung für den Umzug 2019 nicht mehr umsetzbar gewesen sei. Bei einer Abstimmung Ende März stimmt der Stadtrat mehrheitlich für die Samstagsregelung. Im September fand dann das Gründungstreffen statt, um als eingetragener Verein "Faschingsprinzen Blau-Gelb e. V." fungieren zu können. Hierbei wurde zu allererst einstimmig beschlossen, dass wie in den Vorjahren der Erlös aus der Faschingsveranstaltung an örtliche Institutionen gespendet wird.
Gleichzeitig gaben die Faschingsprinzen den Termin für den ersten Faschingszug mit großer Party unter ihrer Führung bekannt: Aufstellung der Wagen und Fußgruppen ist am Samstag, 22. Februar 2020, ab 14 Uhr am Bischof-Rosner Platz. Beginn ist gegen 15 Uhr. Die Faschingsprinzen weisen darauf hin, dass eine Anmeldung auf der Internetseite www.faschingsprinzen.de ab sofort möglich und dringend erforderlich ist. Auf der Homepage finden sich auch alle weiteren Informationen rund um den Zug und das anschließende Faschingstreiben. Der neue Veranstaltungsort für das Treiben befindet sich im und um das Vitusheim mit Live-Band Rundumadum. Wichtigstes Ziel bleibt der Erhalt des bunten Faschingstreibens während und nach dem Umzug, denn mittlerweile ist der Schnaittenbacher Gaudiwurm auch schon 67 Jahre alt.















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