Schnaittenbach
26.02.2026 - 17:49 Uhr

Der Garten ist sein Leben: Willi Meier aus Schnaittenbach wurde 80

Willi Meier aus Schnaittenbach feierte seinen 80. Geburtstag. Bild: Reinhold Strobl
Willi Meier aus Schnaittenbach feierte seinen 80. Geburtstag.

Natürlich feierte Willi Meier seinen 80. Geburtstag in „seinem“ Kräutergarten. Man kann schon behaupten, dass er dessen „Vater“ ist. Über Jahre hinweg hatte er bei diesem Projekt angeschoben. Viele andere Ideen gehen ebenfalls auf die Kreativität des Schnaittenbacher Urgesteins zurück. Schon Jahre vor der Weihnachtsbaum-Lieferung nach Rom hatte er etwa die Idee, einen Weihnachtsbaum an den Vatikan zu liefern. Deswegen stand er auch mit den entsprechenden Stellen schon in Verbindung.

Willi Meier entstammt einer sozialdemokratischen Familie. Sein Vater, Georg Meier, war Fraktionsvorsitzender der SPD im Schnaittenbacher Stadtrat. Auch Willi Meier wurde dreimal in den Schnaittenbacher Stadtrat gewählt. Der SPD gehört er bald 60 Jahre an. Besonders verbunden aber ist er dem Gartenbauverein. Er war 46 Jahre Vorsitzender und, was ihm besonders wichtig ist: „Ich hatte immer eine tolle Vorstandschaft, die loyal mit mir zusammenarbeitete.“

Beim Gartenbauverein stellte er die Weichen neu: vom Verein, dem das Giftspritzen nachgesagt wurde, hin zu einem naturverbundenen Verband. Was ist ihm nicht alles eingefallen: Er begründete das Hollerfest, die Konzerte und die Krippe im Kräutergarten oder den über Jahre hinweg gut besuchten Blumenball im Vitusheim. Zu nennen sind auch das Gartlerkreuz, die Statue der Hildegard von Bingen, die Madonna und die Krippe im Kräutergarten sowie der Vitus an der St.-Vitus-Brücke. Außerdem noch der Blumenschmuckwettbewerb (800 Teilnehmer) mit einem Abschlussabend im Vitusheim und die Baumpflanzungen.

Blumenschmuck und Auszeichnungen

Der Garten ist praktisch sein Leben. Reinhold Strobl erinnert sich noch an die gemeinsame Zeit bei der Gewerkschaftsjugend, wo er für die damaligen Weinabende das Jugendheim herbstlich schmückte. Er war aber auch Mitglied im Pfarrgemeinderat und sorgte für einen Blumenschmuck in der Kirche. Für seine jahrzehntelange Arbeit wurde er vom Verband mit der „Goldenen Rose“ ausgezeichnet, bekam die Bürgermedaille in Silber, die Bundesverdienstmedaille und wurde auch vom Landkreis und dem Bezirk geehrt.

Die Partnergemeinde Buchberg in der Schweiz besucht er immer gerne, nicht nur deswegen, weil eine Tochter von Ursula und Willi Meier in der Schweiz verheiratet ist. Diese waren natürlich genauso beim Geburtstags-Frühschoppen im „Kräuterstüberl“ wie jetzige und frühere Stadtratskollegen oder Vertreter seines Gartenbauvereins.

 
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