Aufgrund der überraschend guten Annahme der rund 100 Nistkästen durch Vögel und Co folgte nun eine weitere Aktion mit der Anbringung von rund 200 Nistkästen. Jagdpächter Herbert Fiebak erklärt, dass viele heimische Vogelarten Höhlenbrüter seien und ihr Nest nicht frei auf Ästen oder am Boden anlegten, sondern vor Wind, Wetter und Nesträubern geschützt in Hohlräumen, vor allem in Baumhöhlen. Derartige für die Brut geeignete Plätze würden in der freien Natur laut Fiebak aber immer mehr zur Mangelware werden, weshalb Vogel- und Naturliebhaber das Leben der gefiederten Freunde in ihrem Umfeld durch die Anbringung von Nistkästen regelrecht beleben könnten. Er weist weiter auf die große Bedeutung des Erhalts der Vogelwelt in ihrer Vielfalt für ein gut funktionierendes Ökosystem hin. Herbert Fiebak lässt wissen, dass Vögel beispielsweise auch die natürlichen Feinde der Raupen des für den Menschen gefährlichen Eichenprozessionsspinners seien, die diese im Anfangsstadion fressen.
Der engagierte Jagdpächter hat bereits vor einigen Jahren eine erste Nistkastenaktion in das Leben gerufen, für die er die beiden Jagdgenossenschaftsvorstände Georg Hirsch Schnaittenbach und Uli Plössl Holzhammer als starke Partner mit ins Boot holen konnte. 100 Nistkästen wurden bei der ersten Aktion im Gebiet Schnaittenbach und Holzhammer aufgehängt. Beim Betreuen und jährlichen Säubern der Nistkästen stellten Herbert und Sonja Fiebak erfreut fest, dass die Nistkästen nicht nur von den Vögeln bestens angenommen wurden, sondern auch von Fledermäusen und Hornissen.
Durch die gute Annahme der Nistkästen beflügelt, rief Herbert Fiebak eine zweite Nistkastenaktion in das Leben, bei der er erneut auf Georg Hirsch und Uli Plössl zählen konnte. Waren es bei der ersten Aktion noch rund 100 Nistkästen, die inzwischen beste Dienste im Einsatz für die Vogelwelt leisten, so konnte die Anzahl der Nistkästen für die zweite Aktion fast verdoppelt werden. In der Jagdgenossenschaft Schnaittenbach haben die Fiebaks mit den Jagdpächtern Georg Hirsch und Uli Plössl 55 Nistkästen aufgehängt und in der Jagdgenossenschaft Holzhammer 110. Mit zusätzlichen Halhöhlenkästen, Nistkästen für Mäusearten und einige Doppelkästen für in Kolonien brütende Vogelarten wird die unterschiedliche Bruteigenschaft der einzelnen Vogelarten bestens berücksichtigt. Wichtig ist allen Beteiligten, dass die Nistkästen mit Aluminiumnägel aufgehängt werden, um die Bäume nicht zu beschädigen.
Die Materialkosten haben die beiden Vorstände der Jagdgenossenschaften Schnaittenbach und Holzhammer spendiert. Uli Plössl und Herbert Fiebak waren dann als fleißige Zimmerer der Nistkästen am Werk. Das Aufhängend der Nistkästen erfolgte in einer Gemeinschaftsaktion. Die Betreuung und jährliche Säuberung übernehmen wie gehabt wieder Herbert und Sonja Fiebak.















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