18.05.2020 - 14:17 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Neuer Schnaittenbacher Bürgermeister legt den Amtseid ab

Das Fundament für die kommenden sechs Jahre ist gelegt: Der Schnaittenbacher Stadtrat konstituiert sich. Dem Gremium steht mit Marcus Eichenmüller ein neuer Bürgermeister vor.

Josef Werner (rechts) nimmt dem neuen Bürgermeister Marcus Eichenmüller den Amtseid ab.
von Klaus HöglProfil

Bei der Zusammenkunft, die wegen der Corona-Pandemie wieder im Vitusheim stattfand, leistete das neue Stadtoberhaupt Marcus Eichenmüller (CSU) vor Josef Werner (CWU), quasi dem "Alterspräsidenten" im 16er-Gremium, den Diensteid auf das Grundgesetz und die Verfassung des Freistaats Bayern. Eichenmüller leitete mit einem festen „Glück auf“ die Arbeit des neuen Stadtrats ein. Sein Dank galt den vier neuen Stadträten Thomas Hottner (CSU), Harald Kausler (FW), Daniel Hutzler (SPD) und Christian Hartmann (SPD) für die Übernahme des Ehrenamts, "einer verantwortungsvollen und nicht immer einfachen, jedoch erfüllenden Arbeit“, wie er sagte. Deren offizielle Tätigkeit begann mit dem Amtseid.

Marcus Eichenmüllers (links) erste Amtshandlung als Bürgermeister ist die Vereidigung der neuen Stadträte (ab Zweiter von links): Harald Kausler, Thomas Hottner, Daniel Hutzler und Christian Hartmann.

„Es lohnt sich, für die Stadt Schnaittenbach einzutreten“, ermunterte das neue Stadtoberhaupt die Ratsmitglieder. 16 gehören dem Stadtrat an, sechs (plus Bürgermeister) stellt die CSU, drei die FW, fünf die SPD und zwei die CWU. Die Zusammenarbeit solle „transparent sein und auf allen Ebenen funktionieren“, wünschte sich der Erste Bürgermeister in seiner Grundsatzrede. „Ab heute zählen nicht die Worte. Jetzt gilt es neue Lösungen zu finden und das Wählervertrauen zu rechtfertigen“, forderte Eichenmüller auf.

Apropos Wählervertrauen: Darauf ging CSU-Fraktionssprecher Markus Nagler bei seinen Vorschlägen zur Wahl des Zweiten und Dritten Bürgermeisters ein. Für die CSU gab es "aufgrund des großen Stimmenanteils und des Vertrauens in der Bevölkerung“ – „2050 und damit mehr als jeder andere Stadtrat“, so Nagler“ – im Grunde nur Elisabeth Kraus als Kandidatin für Eichenmüllers Stellvertretung. Hinzu komme: Elisabeth Kraus sei die einzige Frau im Gremium, womit die Frauen klar unterrepräsentiert seien. „Eine Frau würde der Stadt im Übrigen als Bürgermeisterin gut zu Gesicht stehen“, sagte Nagler, das wäre auch ein Signal für die (weibliche) Bevölkerung.

Aber auch Naglers Hinweis, dass in der Gemeinde Kümmersbruck von 20 Gemeinderäten sogar neun Frauen seien, fruchtete nicht: Sein Aufruf fand beim politischen Gegner kein Gehör. Bei der Wahl zum Zweiten Bürgermeister sah das Ergebnis so aus: SPD, FW und CWU (10:7) stimmten für den von Daniel Hutzler vorgeschlagenen Kandidaten Uwe Bergmann. Der war bisher schon sechs Jahre lang Zweiter Bürgermeister gewesen, er habe „hohes Ansehen, Erfahrung und ist gut vernetzt“, hieß es als Begründung.

Bei der Wahl zum Dritten Bürgermeister wurde ebenfalls mit den zehn Stimmen von SPD, FW und CWU der vorgeschlagene Manfred Schlosser (FW) gewählt, der diesen Posten bisher auch schon innehatte. Auch benannten die Fraktionen ihre Vorsitzenden: Elisabeth Kraus (CSU), Daniel Hutzler (SPD), Manfred Schlosser (FW/FWG) und Manfred Birner (CWU).

Zur Wahl der stellvertretenden Bürgermeister

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