13.12.2019 - 12:25 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Orgelkonzert von Evert Groen musikalisches und geistliches Erlebnis

Einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Pfarrei St. Vitus in der Adventszeit hat das Orgelkonzert des Niederländers Evert Groen. Es erfreut sich alljährlich steigender Beliebtheit.

Bei dem Benefizkonzert in der Adventszeit in der Stadtpfarrkirche bewies der Niederländer Evert Groen erneut, dass er das Orgelspiel aus dem Effeff beherrscht, was ihm erlaubt, mit seiner immensen Kreativität und Leidenschaft für das Orgelspiel kirchliche und weltliche Stücke aller Stilrichtungen genial zu improvisieren, dass sie zum außergewöhnlichen Musikerlebnis mit geistlichen Charakter wurden.
von Adele SchützProfil

Inzwischen wird das Benefizkonzert in der Adventszeit in der Stadtpfarrkirche als Geheimtipp unter Liebhabern von Improvisationsmusik gehandelt, denn Evert Groen beweist alljährlich wieder, dass er das Orgelspiel beherrscht. Über 100 Konzertbesucher erlebten eine geistliche Stunde der Musik, die unter die Haut ging.

Seit seiner Kindheit hegt der Niederländer eine Leidenschaft für symphonische Instrumente, die er schon in vielen Kirchen in Europa und Amerika bei Benefizkonzerten zum Ausdruck gebracht hat. Seine beruflichen Tätigkeiten führten ihn auch nach Schnaittenbach, wo er in der Stadtpfarrkirche St. Vitus die Mattes-Orgel entdeckte, die seine Leidenschaft für das Orgelspiel aufflammen ließ. Offenes Ohr für ein erstes Benefizgastspiel an der Orgel fand er bei Pfarrer Josef Irlbacher.

Inzwischen haben die Orgelkonzerte als Benefizveranstaltungen für karitative Zwecke in der Region einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Pfarrei gefunden. Alle Jahre sorgen sie wieder für ein außergewöhnliches Musikereignis, denn die Konzerte sind geprägt von den Musikwünschen der Gäste. Evert Groen interpretiert diese mit beachtlicher Kreativität und musikalischer Leidenschaft auf der Orgel. Erklärtes Ziel des begabten Organisten ist es, den Konzertgästen die Königin der Instrumente näherzubringen.

Kreativ und einfühlsam

Aus diesem Grund wird der Abstand zwischen Organist und Publikum aufgehoben, indem die Verrichtungen am Spieltisch durch Videoübertragung in den Kirchenraum übertragen werden. Das Benefizkonzert wird als Wunschkonzert gestaltet. Das erlaubt Groen weiter, auf kreative und einfühlsame Weise mit eigenen Improvisationen den Besuchern mit ihren gewünschten Stücken aller Stilrichtungen die vielfältigen Klangmöglichkeiten der Orgel näherzubringen.

Das mächtige Stück "Tochter Zion" bearbeitete er improvisatorisch im Geiste von Max Reger, dem die Improvisationen von großen Werken wie Bohemian Rhapsodie und Ave Maria folgten. Dazu kamen bekannte geistliche Lieder in neuem Gewand, wie "Jesu bleibet" und "Ich bete an die Macht der Liebe".

Spannend und beeindruckend zugleich waren weltliche Hits etwa von den Beatles ("Yellow Submarine", "Let it be") oder "French Can Can" aus Orpheus in der Unterwelt von Jacques Offenbach und das "Halleluja" von Leonard Cohen mit Gänsehautgarantie, die Groen ebenfalls außergewöhnlich improvisierte. Bei" I'm a believer" von den Monkees schien der Organist herausgefordert zu sein, und dadurch war die Leidenschaft für das Orgelspiel merklich zu spüren.

Geistlicher Charakter

Evert Groen gelang es, das Konzert nicht nur zu einem musikalischen Erlebnis zu machen, sondern diesem auch einen geistlichen Charakter zu verleihen. Die Videovorführung ermöglichte es allen, mitzuverfolgen, mit welcher Fertigkeit der Meister am Werke ist und wie er auch die schwierigsten Stücke spielerisch zu Gehör brachte.

Faszinierend ist es, dass Groen ohne Noten spielt und seine Improvisationen spontan entwickelt. Dabei nutzt er in einer immensen Kreativität alle Stimmungen, die eine Orgel hergeben kann - von Flöten- und Hörnerstimmen über die romantische Registratur bis hin zu jazzigen Tönen und Rhythmen.

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