Schnaittenbach
05.06.2020 - 10:23 Uhr

In Pfarreiengemeinschaft Schnaittenbach/Kemnath Kommunion und Firmung wegen Corona verschoben

Die Erstkommunion ist ein Gemeinschaftsfest, das aber derzeit wegen Corona nicht praktizierbar ist. Deshalb verschiebt Pfarrer Josef Irlbacher die Kommunion in St. Vitus in Schnaittenbach und St. Margareta in Kemnath auf Herbst. Bild: ads
Die Erstkommunion ist ein Gemeinschaftsfest, das aber derzeit wegen Corona nicht praktizierbar ist. Deshalb verschiebt Pfarrer Josef Irlbacher die Kommunion in St. Vitus in Schnaittenbach und St. Margareta in Kemnath auf Herbst.

Firmung und Kommunion waren in der Pfarreiengemeinschaft in Schnaittenbach/Kemnath alljährlich schöne Gemeinschaftsfeste. Heuer verhindert dies die Coronakrise mit ihren Schutzmaßnahmen. Die Diözese Regensburg hat die Firmung ohne Anhörung der Pfarreien auf das kommende Jahr verlegt. Im gleichen Zug hat Pfarrer Josef Irlbacher für seine Pfarreiengemeinschaft die Erstkommunion verschoben, er will einen neuen Versuch im frühen Herbst starten. Von den Zahlen her hat die Pfarreiengemeinschaft schwächere Jahrgänge zu verbuchen: 26 Firmlinge und 20 Erstkommunionkinder.

Erstkommunion und Firmung seien zwei wichtige Höhepunkte im kirchlichen Leben, sowohl für die Pfarrei als auch für die Familien und die Kinder. Wenn aber das Feiern nicht möglich sei oder. ins Unsichere verschoben werde müsse, sei das schmerzlich und reiße eine Lücke, erklärt Pfarrer Josef Irlbacher dazu. Über diese Feste würden Familien und Kinder wieder enger an das Pfarrei-Leben gebunden, das momentan ausfalle. „Für die Kinder ist es sicherlich sehr enttäuschend, momentan auf das Fest verzichten zu müssen“, ist sich der Geistliche bewusst. Was diese Verschiebung für die Familien näher bedeutet, sei wohl individuell verschieden. Je nachdem, ob eine Familie zum Zentrum einer Gemeinde gehörte oder eher am Rande stehe.

Außerdem wollen laut Irlbacher einige der Erstkommunionkindern der Schar der Ministranten beitreten, wozu Vorstellungs- und Weggottesdienste, Tischgruppentreffen und teilweise die Erstbeichte notwendig seien. Trotz Heimunterricht sei die schulische Vorbereitung auf die Erstkommunion gut gelaufen, so dass diese heuer noch möglich wäre.

Pfarrer Irlbacher stellt klar: "Ohne Vorbereitung keine Feier." Darauf nähmen auch die Anweisungen der Diözese für die Pfarreien in dieser Krisenzeit Bezug. Wenn über die Schule zu wenig möglich sei, im Herbst aber die Erstkommunion stattfinden solle, müssten die Pfarrei die Vorbereitungen darauf intensivieren – falls die entsprechenden Treffen überhaupt möglich seien.

Für die Firmung hat Pastoralassistent Andreas Hornauer ebenfalls schon mit den jungen Mmenschen einen Teil der außerschulischen Vorbereitung absolviert, denn: "Auf die schulische Vorbereitung kann sich die Pfarrei nicht verlassen, da die Kinder unterschiedliche Schulen besuchen und die Firmvorbereitung nicht immer einen hohen Stellenwert einnimmt." Da die Firmung sowieso auf kommendes Jahr verschoben werde, bedeute das einen Neustart. Ob der verbunden sei mit dem nächsten Jahrgang, könne heute noch nicht gesagt werden.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.