25.11.2019 - 11:33 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Prachtexemplare bei zehnter Kaolinpottschau des Geflügelzuchtvereins Schnaittenbach-Hirschau

Seit über 60 Jahren sorgt der Geflügelzuchtverein Schnaittenbach-Hirschau mit seiner Geflügelschau für einen Höhepunkt im Veranstaltungskalender der beiden Städte. Seit zehn Jahren firmiert die Veranstaltung unter Kaolinpottschau.

Gerade für die Kinder bildet der Besuch der Kaolinpott-Geflügelschau ein spannendes Erlebnis.

Bereits zum wiederholten Mal bereicherten die Steigerkröpfergruppe Bayern mit einer Sonderschau und eine Abordnung des Geflügelzuchtvereins Vilseck mit seinen schönsten Tieren die Ausstellung. Insgesamt waren 257 Prachtexemplaren an Geflügel aller Rassen zu bewundern. Darunter mit 120 Steigerkröpfern schöne Exemplare der ältesten noch existierenden Taubenrasse aus ganz Bayern. Groß war an den beiden Schautagen der Andrang von Besuchern jeden Alters in der geschmückten Erwin-Singer-Halle. So konnte der Verein unter dem Vorsitz von Gerhard Heindl an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen.

Aufregung bei der Gänsefraktion herrschte in der Ausstellungshalle, als Heindl die Schau eröffnete, so dass seine Ansprache und auch die Grußworte teils im Geschnatter untergingen. Laut dem Vorsitzenden ist die Geflügelschau das Erntedankfest der Züchters, die dabei seine von einem Preisrichter bewerteten Tiere der Öffentlichkeit zeigen und feststellen könnten, ob er sich in seinen Zuchtleistungen verbessert oder verschlechtert hat. Der Verein wiederum könne sich durch die Geflügelschau präsentieren und vielleicht den einen oder anderen neuen Züchter hinzugewinnen. Die Sonderschauen bereicherten die Kaolinpottausstellung und öffneten diese für Züchter aus anderen Vereinen.

Der ehemalige Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl betonte, dass die Übertragung der Schirmherrschaft für die Geburtstagsausgabe der Kaolinpottschau für ihn eine große Ehre darstelle. Der Geflügelzuchtverein Schnaittenbach/Hirschau sei der erste Verein gewesen, dem er beigetreten sei - und das schon als Kind. Er hob besonders die ausgezeichnete Kinder- und Jugendarbeit des Vereins und deren Bedeutung hervor: „Wer in jungen Jahren den Umgang mit Tieren gelernt hat, der wird Tieren und Menschen als Bestandteil der Schöpfung immer mit der gebührenden Achtung entgegentreten.“

Die beiden Bürgermeister Josef Reindl (Schnaittenbach) und Hermann Falk (Hirschau) werteten das Geschnatter der Gänse humorvoll als Beifall für die gelungene Ausstellung. Die ausgezeichneten Bewertungen der Tiere seien der Lohn für die Bemühungen der Züchter das ganze Jahr über und für die gute Hege und Pflege ihrer Tiere. Für Reindl und Falk setzt der Geflügelzuchtverein Schnaittenbach/Hirschau ein sichtbares Zeichen für die hervorragende Zusammenarbeit der beiden Kaolinstädte. Veterinäramtsleiter Werner Pilz drückte seine Freude über die ansprechende Gestaltung der Ausstellung, aber auch über den ausgezeichneten Zustand der Tiere aus.

Bei der Bewertung der Tiere wurden folgende Altzüchter als Preisträger ermittelt: Vereinsmeister auf Hühner wurde Peter Heindl, auf Tauben Elmar Kral und auf Ziergeflügel Hans Heindl. Der Champion der Steigerkröpfer heiß Jakob Frankerl, das Ehrenband holte sich hier Hubert Brunner.

So sehen Champions aus: Die Taube von Jakob Frankerl aus der Steigerkröpfergruppe Bayern hat den Schnabel vorn.
Der Vorsitzende des Geflügelzuchtvereins Schnaittenbach/Hirschau Gerhard Heindl (r.) stößt mit den Ehrengästen auf die Eröffnung der zehnten Kaolinpottschau an.

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