08.10.2021 - 00:45 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Radweg mit ureigenem Charme

Bereits vor 20 Jahren wurde von den Schnaittenbacher Fahrradfreunden die Idee geboren, einen Fahrradrundweg im Gemeindegebiet von Schnaittenbach zu realisieren.

Die bezaubernde Kapelle in Döswitz kann heue auf ihr 25-jähriges Jubiläum zurückblicken, das Pfarrer Josef Irlbacher mit den Dorfbewohnern mit einer Messe an der Kapelle dieser Tage beging.
von Adele SchützProfil
Die Sebastiani-Kapelle ist ein wichtiges Anlaufziel auf dem Kapellenradweg, an ihr sammeln sich aber auch nach dem Pfingstritt der Haflingerzüchter alljährlich die Reiter und Zuschauer, um gemeinsam hier eine festliche Messe zu feiern.

Werner Kopera war Ideengeber und treibender Motor dieses Fahrradrundwegs. Als attraktive Ziele für den Gemeinderadweg boten sich die drei Kirchen in Schnaittenbach, Kemnath a.B. und Holzhammer und die 12 Kapellen in allen Schnaittenbacher Ortsteilen regelrecht an, was den Schnaittenbacher Fahrradfreunden auch die Streckenfestlegung enorm erleichterte. Mit viel Herzblut und besten Ortskenntnissen planten die eingefleischten Fahrradfahrer ihren „Kapellenradweg“, der mit seinen 550 Höhenmeter und einer Länge von 36 Kilometern etwas anspruchsvoller ausfiel. Beste Unterstützung bei der Ausschilderung des Kapellenradwegs erhielten die Fahrradfreunde durch die Stadt Schnaittenbach. Die gute Frequentierung dieses reizenden Radrundwegs nun schon seit Jahren bestätigt den Fahrradfreunden, dass sie damit in ihrer Heimatgemeinde einen attraktiven Anziehungspunkt für alle Freizeitsportler direkt vor der Haustüre geschaffen haben.

Ausgangpunkt des Kapellenradwegs ist der Marktplatz von Schnaittenbach. Von da aus geht es auf der Rosenbühlstraße zum Vitusheim, um danach links in die Dr. Eibes-Straße einzubiegen. Auf dem leicht ansteigenden Weg geht es vorbei an den Schrebergärten und der Kaolingrube. Nach 1,4 Kilometer verlassen die Radler an der Weggabelung den Hauptweg und machen zur wenig entfernten Meissnerkapelle einen Abstecher. Zurück geht es zum Hauptweg, in den man links einbiegt und bergauf in Richtung Wasserreserve radelt. Bei 2,9 Kilometer wird der Hauptwanderweg verlassen und in den Eichenweg eingebogen, der nach einer Hügel- und Talfahrt nach 4,6 Kilometer verlassen wird. Bergauf geht es auf der Kreisstraße von Schnaittenbach nach Hainstetten. Bei 5,1 Kilometer wird links in den Parkplatz zum Buchberghütte eingebogen, die zur Rast einlädt. Vorbei an der Buchberghütte stößt man auf das Gschreidenkmal, bei dem man links zur Nepomukkapelle abbiegt, die 1983 erbaut wurde und einen herrlichen Weitblick ins Land bis Tschechien bietet. Es geht zurück zum Gschreidenkmal und bergauf den Forstweg, wo bei 7,4 Kilometer der Skilift oberhalb Sitzambuch überquert wird. Nach einem herrlichen Blick auf Sitzambuch und auf der in der Ferne liegendes Ehenbach- und Naabtal geht es weiter nach Mertenberg, wo eine weitere sehenswerte Kapelle wartet. Nach der Kapellenbesichtigung geht es ein kurzes Stück zurück auf der Teerstraße, von wo aus rechts in den Flurbereinigungsweg abgebogen wird. Auf dem geht es direkt zur Sebastiani-Kapelle. Von hier aus geht es weiter zur Kapelle in Götzendorf auf dem Feldweg bis zur Staatsstraße Kemnath-Nabburg.

Die Nepomuk-Kapelle auf dem Buchberg fand als attraktives kirchliches Kleinod in den Kapellenradweg Eingang. Bei dieser wird auch alljährlich der Auftaktgottesdienst für das Buchbergfest gefeiert.

Auf der Staatsstraße geht es dann in Richtung Nabburg, um nach 2 Kilometer in Richtung Trisching abzubiegen. In Götzendorf angekommen geht es rechts herrlich bergab zur Kapelle. Nach kurzer Pause an der Kapelle geht es zurück bis zur Staatsstraße Kemnath-Nabburg, die überquert werden muss, um geradeaus in Richtung Neunaigen zu fahren. Nach 2 Kilometer geht es links nach Trichenricht, um bergab bis zum Ortsende bis zur Kapelle zu fahren. Auf der Teerstraße geht es in Richtung Kemnath. Nach Kilometer 15,4 radelt man nach Döswitz zur nächsten Kapelle. Weiter führt der Kapellenweg über Kemnath vorbei am Sportplatz zur Kapelle in Sitzambuch. Nach dieser geht es links bergauf bis zum Ende des Dorfes bis zur Teerstraße, die von Kemnath nach Schnaittenbach führt. Diese führt bis zur Kapelle in Demenricht. Gleich nach dem letzten Bauernhof in Demenricht geht es von der Teerstraße rechts in den Feldweg. Nach Kilometer 23 kommt man zur Rohrweiherkreuzung, wo der Weg halbrechts Richtung Holzhammer genommen wird auf der Bundesstraße 14. Hier geht es 500 Meter in Richtung Wernberg, um dann nach Holzhammer abzubiegen. Nachdem die Dorfmitte überquert und die Ehenbachbrücke passiert ist, zweigt die Straße dann rechts in Richtung Friedhof ab. Bereits nach 200 Metern eröffnet sich der Blick auf die von den Bürgern von Holzhammer selbst erbaute wunderschöne Dorfkirche. Die Radtour führt weiter an der Kirche vorbei bergauf in den Wald, wo auf den nächsten Weg links abgebogen werden muss. Leicht bergab geht es zur nächsten Kreuzung, an der man sich links halten muss, um nach Neuersdorf zu kommen. Kurz nach dem Wasserwerk erreicht man die Teerstraße von Holzhammer nach Neuersdorf, wo ebenfalls eine kleine, sehenswerte Kapelle zu finden ist. Auf dieser Straße geht es weiter bis zum Ortsschild, nach dem rechts eingebogen wird. Die Fahrt führt über die Seblasmühle zum Forst nach Schnaittenbach, wo die Kapelle am Stiglrangen den Abschluss dieses herausfordernden Gemeinderadrundwegs mit seinen ureigenen Reizen bildet. Von hier aus ist es ein Katzensprung zum Ausgangspunkt Kirche.

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